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Art Basel / Miami Beach

Tor zum Süden

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Die Art Basel / Miami Beach lädt diese Woche wieder zum Business unter Palmen

Wenn am 5. Dezember um Punkt 11 Uhr das frisch renovierte Convention Center in Miami Beach seine Türen für die allererste VIP-Vorbesichtigung der 16. Art Basel öffnet, mögen manche der versammelten Superreichen und Kunstberater so hibbeln wie Kinder vor ihrer Geburtstagsparty – und doch ist die kleine Schwester der Art Basel längst erwachsen geworden.

Die Liste der 268 Galerien aus 35 Ländern weist sie als eine der wichtigsten Messen für den nordamerikanischen Markt aus und definitiv als das Tor der südamerikanischen Galerien zur internationalen Sammlerschaft. Die großen Player von Gagosian bis Gladstone sind dabei und auch deutsche Schwergewichte wie Max Hetzler, Neugerriemschneider oder Buchholz, dazu prägende Namen Lateinamerikas wie Kurimanzutto aus Mexiko-Stadt oder Luisa Strina aus São Paulo. Auch andere Galerien aus der südlichen Hemisphäre wie Blank Projects aus Kapstadt etablieren sich zusehends.

Gleich zwei Sektionen auf der Messe stärken die ganz neue Kunst. In "Nova" können Galerien Werke von Künstlern zeigen, die in den letzten drei Jahren entstanden sind, und der Bereich der "Positions" ist Einzelausstellungen junger Künstler vorbehalten. Selbst der "Kabinett"-Sektor, in dem Galerien etwas aufwendiger kuratierte Ausstellungen zeigen können, greift nur teilweise auf den modernen und zeitgenössischen Kanon zurück. Während die Richard Gray Gallery hier Schwergewichte wie Picasso, Sam Francis oder Willem de Kooning aufeinandertreffen lässt, zeigt beispielsweise die Galerie Kewenig jüngere Werke von Ghada Amer und Reza Farkhondeh. Echte Fundstücke aus der Kunstgeschichte finden sich schließlich im "Survey"-Sektor, wo zum Beispiel die New Yorker Hales Gallery mit Virginia Jaramillo eine amerikanische Pionierin der abstrakten Malerei zeigt.

Schön wuselig wird sicherlich die Installation "Autorreconstrucción: To Insist, to Insist, to Insist ..." des mexikanischen Künstlers Abraham Cruzvillegas, die in Zusammenarbeit mit dem legendären New Yorker Projektraum The Kitchen gezeigt wird und im neu gestalteten Ballroom des Convention Center für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Cruzvillegas erstellt dort eine große Assemblage aus im Umfeld gefundenen Materialien, die mit Choreografien oder Performances belebt wird.

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