Die Kunst war dem Galeristen Franz Dahlem keineswegs vorbestimmt, trotzdem brachte er der alten BRD die US-Avantgarde und Joseph Beuys mit Leidenschaft nahe. Wie nun bekannt wurde, ist er mit 87 Jahren gestorben
Arnulf Rainers Kunst lebte vom Widerstand, von Übermalung, Auslöschung und körperlicher Geste – und endete konsequent dort, wo andere noch einmal versöhnlich ansetzen. Zum Tod einer Jahrhundertfigur
Frank Gehry wurde erst mit über 60 zum "Star-Architekten", prägte seine Disziplin dann aber nachhaltig. Er entwarf Gebäude, die zu halluzinieren schienen, und veränderte durch den "Bilbao Effekt" den Museumsbau. Nun ist er mit 96 gestorben
James Turrell eröffnet im sächsischen Oelsnitz seinen neuen Farbraum "Beyond Horizons": eine Installation aus reinem Licht, die Grenzen, Raum und Wahrnehmung auflöst. Ein gelungener Schlussakkord des Chemnitzer Kulturhauptstadt-Jahres
Aus der Berliner Kulturverwaltung sollen Fördergelder für Antisemitismus-Bekämpfung ohne ordentliches Verfahren vergeben worden sein. Was bisher über den Fall und den Einfluss von CDU-Abgeordneten bekannt ist
Er war einer der großen Buchillustratoren der DDR – und zugleich ihr verborgenster Maler: Hans Ticha schuf Bilder von beißender Schärfe. Eine Retrospektive in der Kunsthalle Rostock holt diesen Einzelgänger nun ins Rampenlicht
Wolfgang Petrick war einer der bekanntesten Vertreter der Kritischen Realisten aus West-Berlin. Er zeigte die Schrecken der Welt als komplexe Collagen und ließ sich formal niemals festlegen. Nun ist er mit 86 gestorben
Auch Jahrzehnte nach den ersten großen "Frauenausstellungen" ist der Weg zur Gleichberechtigung in der Kunst noch weit. Das MSN in Warschau macht mit einer hervorragenden Künstlerinnenschau nun einen nächsten Schritt
Die schreiend bunten Bilder des US-Künstlers Richard Hawkins lassen sein Publikum Promi-Raten spielen. Doch eine Ausstellung in der Kunsthalle Wien zeigt, dass hinter der Pop-Fassade auch etwas Dunkleres steckt
Er war Dadaist, Erfinder, Fotograf, Provokateur: Die Berlinische Galerie widmet Raoul Hausmann eine große Retrospektive. Sie zeigt, dass hinter dem "Dadasophen" weit mehr steckt als Spott und Zerstörungslust