Corona-Krise

Betreiber sehen keine neuen Einschränkungen für Messen

Art Cologne, Galerie Klüser, Anish Kapoor
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Ein Mann fotografiert 2019 auf dem Stand der Galerie Klüser auf der Art Cologne ein Werk des Künstlers Anish Kapoor

Die deutschen Messegesellschaften gehen nach den Corona-Beschlüssen vom Mittwoch davon aus, dass sie weiter Messen ausrichten können

Die deutschen Messegesellschaften gehen nach den Corona-Beschlüssen vom Mittwoch davon aus, dass sie weiter Messen ausrichten können. Sie berufen sich auf die Einigung der Länderchefs und der Bundeskanzlerin. Diese wollen zwar die Teilnehmerzahl von Veranstaltungen auf 100 begrenzen, wenn es an einem Ort innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben hat. Beschlossen wurde aber auch: "Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes." Nach Angaben des Branchenverbands Auma liegen für die in nächster Zeit geplanten Messen entsprechende Konzepte vor.

"Messen können weiter stattfinden", zeigte sich der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (Auma) am Donnerstag überzeugt. Bei keiner Messe seit dem Neustart im September habe es Beanstandungen zum Gesundheitsschutz gegeben, argumentierte der Verband. Zudem hätten Bund und Länder auch keine Einschränkungen für Einkaufszentren und Warenhäuser beschlossen. Dort seien die Abläufe mit denen in Messehallen vergleichbar.

Zahlreiche Messen wurden in diesem Jahr abgesagt. In den nächsten Monaten stehen jedoch wieder eine Reihe bekannter Messen an, darunter auch die Kunstmesse Art Cologne in Köln, die vom 18. bis 22. November mit 151 Galerien aus 25 Ländern stattfinden soll. Man plant wie gehabt mit zwei Messehallen. "Natürlich werden alle üblichen Hygienemaßnahmen befolgt", sagt Messedirektor Daniel Hug im Interview in der aktuellen Monopol-Ausgabe. "Alle Besucherinnen und Besucher, auch die VIP-Gäste, müssen sich vorab online registrieren, damit wir die Kontakte nachvollziehen können und sich keine Schlangen bilden, es gibt keinen Ticketverkauf vor Ort."

Hug ist zuversichtlich, dass sich Menschentrauben verhindern lassen: "Wir haben die Gänge von dreieinhalb auf fünf Meter verbreitert und die Stände eher breit als tief angelegt, dadurch entsteht viel mehr Platz. Außerdem haben wir eine Warn-App, die jeder Teilnehmer downloaden muss. Sie signalisiert, wenn sich Menschenansammlungen bilden."

Köln gilt zurzeit als Corona-Risikogebiet. Ein Beherbergungsverbot gibt es in Nordrhein-Westfalen im Moment nicht.

Eine Vorschau auf die Art Cologne finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Monopol