Anika Meier

Martin Parr in Berlin

"Mein Job besteht darin, zu unterhalten"

10/02/2018 - 13:09

Der britische Fotograf Martin Parr war anlässlich des European Month of Photography für einen Artist Talk in Berlin. Auf der Bühne sprach er über Fotografie in Zeiten sozialer Medien, über digitalen Durchfall und darüber, warum viele schlechte Fotobücher und viel schlechte Fotografie nicht schaden

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Anika Meier

Gallery.Delivery

Wenn der Fahrradkurier eine Ausstellung liefert

09/24/2018 - 15:31

Während der Berlin Art Week präsentiert die Züricher Galerie Roehrs & Boetsch mit Gallery.Delivery eine per Fahrradkurier lieferbare Gruppenausstellung. Monopol-Kolumnistin Anika Meier hat die Ausstellung bestellt

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Anika Meier

Instagram-Projekt "Too Tired"

Zu müde für Selbstinszenierungen

08/31/2018 - 18:10

Auf Instagram grassiert bekanntlich der Selbstinszenierungswahn. Abstinenz von der Plattform ist eine Möglichkeit, Aktivismus eine andere. Das Projekt "Too Tired" will eine Anlaufstelle für Menschen sein, die Depressionen fotografisch verarbeiten

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Anika Meier

Debatte

#DieKanon

08/27/2018 - 16:30

Ein Bildungskanon der "Zeit" führt zu Diskussionen im Netz und zum so genannten #dieKanon, einem weiblich besetzten Kanon. Ein Kommentar

Die Vorgänge sind schnell zusammengefasst: Ein Mann entscheidet "Wir brauchen einen neuen Kanon". Den schreibt er dann auch gleich selbst und entscheidet außerdem, dass sein Kanon am besten mit ganz vielen Männern auskommt. Logisch, ganz viele Frauen sind da nicht bei ihm und den anderen Männern und erstellen in wenigen Tagen einen noch neueren, ausschließlich weiblich besetzten Kanon. Der Kanon von Thomas Kerstan ist in der "Zeit" Mitte August erschienen, #dieKanon von Sibylle Berg und zehn weiteren Frauen wenige Tage später auf "Spiegel Online" und "Watson".

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Anika Meier

Bilder und Klischees

Was die Fotografie heute noch taugt

08/05/2018 - 20:39

Die sozialen Medien bringen die Fotografie in eine Krise, wird oft behauptet. Dabei muss man sich nur in aktuellen Ausstellungen umsehen, um zu einem anderen Befund zu kommen

Auf meinem Notizzettel zu diesem Text steht in großen Buchstaben das Wort "PENIS", daneben der Name des Fotografen Juergen Teller. Man kann sich tatsächlich über diesen und jenen Penis wundern. Zum Beispiel über den von Lars Eidinger. Der Schauspieler darf wie ein kleiner Bub mit seinem Penis auf Instagram herumalbern, während sogar übervorsichtigste Fotos von Künstlerinnen, die ein bisschen Brust zeigen, wegen Anstößigkeit gelöscht werden. So eine Protzerei mit dem "Rohr" – der Witz ist nicht von mir, sondern von Bienchen387 oder so ähnlich – macht 6.170 Likes. 

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Anika Meier

Tom Galle, Meme-Künstler

"Das Internet erzeugt einen Großteil der Kultur"

07/26/2018 - 17:47

Tom Galle macht Memes für ein Kunstpublikum und Kunst für ein Memepublikum. Mit seiner Arbeit will er auch außerhalb der Galeriewelt neue Wege beschreiten

Tom Galle, Sie sind dafür bekannt, dass Sie Apple-Geräte scheinbar mutwillig zerstören oder überdreht einsetzen: MacBooks mit Selfie-Stick oder iPhone-Kartons als Sandalen. Wie reagieren Follower und Beobachter darauf?
Das ist mein Markenzeichen. Ich kritisiere selbstironisch das digitale Zeitalter. Humorvoll zeige ich, wie wir das Internet, soziale Medien und Technologie nutzen. Viele Menschen können sich mit den Gefühlen von Überforderung und Überaffirmation identifizieren. Es gibt eine interessante Dynamik zwischen der Überlastung durch Technologie und einer Zen-artigen Akzeptanz. 

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Anika Meier

Debatte

Kunstkritik und Museen in Zeiten sozialer Medien

06/29/2018 - 12:15

Social Media hat alles verändert. Bloß muss das noch in der Kunstwelt ankommen, denn Museen verkennen oft die Wichtigkeit von Twitter, Instagram und Facebook. Bei der Kunstkritik ist es komplizierter, aber auch hier gilt: Besser mitmachen!

Das Internet geht wieder weg. Im Basler Historischen Museum ist man sich da offenbar sehr sicher. Anders ist es nicht zu erklären, dass Anfang Juni gemeldet wurde, die Sache mit den "Tweeds" und irgendwas mit Blog werde fortan nicht weitergeführt. Zitiert wurde aus dem aktuellen Jahresbericht des Museums:

Die Effizienzanalyse der bisherigen Aktivitäten der Abteilung Kommunikation führte allerdings zu dem Entscheid, das Projekt "e-culture" mit Tweeds (sic!) und Blogbeiträgen 2018 nicht weiterzuführen. Die Auswertung der letzten Jahre hat nämlich gezeigt, dass es nicht gelungen ist, mit den sozialen Medien derart zielgruppenspezifisch zu kommunizieren, dass am Ende mehr Besucherinnen und Besucher an der Kasse oder auf unserer Webpage verzeichnet werden konnten.

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Anika Meier

Künstler Dullaart über Fake-Follower auf Instagram

"Menschen werden abhängig von Bestätigung"

06/08/2018 - 11:55

Der niederländische Künstler Constant Dullaart hat als künstlerische Intervention 2,5 Millionen Follower gekauft und auf Kunstwelt-Protagonisten verteilt. Darüber gesprochen wird selten

Herr Dullaart, Sie haben im Jahr 2014 für 5.000 Dollar 2,5 Millionen Follower gekauft und auf Protagonisten in der Kunstwelt verteilt, so dass ausgewählte Galerien, Künstler, Magazine und Kritiker alle auf 100.000 Follower kamen. Wie lief das ab?
Ich wusste, dass es möglich ist, Follower zu kaufen. Anfangs kaufte ich Follower aus Recherchegründen weil ich mich mit neuen Typen von Materialität mit Bezug zur Fotografie beschäftigte. Wenn man etwas kaufen kann, kann es als Material gesehen werde. Damals lief das noch über eBay, was heute meines Wissens nach nicht mehr möglich ist. Heute gibt es andere Dienste. Wenn man im Internet auf die Suche geht, landet man auf verschiedenen Websites.

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Anika Meier

"Excellences & Perfections"

Endlich erscheint das Buch zu Amalia Ulmans Instagram-Meisterwerk

06/01/2018 - 11:26

Amalia Ulmans Performance "Excellences & Perfections", in der sie sich monatelang als vermeintliches Dummchen inszenierte, gilt als das erste Instagram-Kunstwerk. Jetzt, fast fünf Jahre später, erscheint endlich das Buch dazu. Monopol-Bloggerin Anika Meier hat es sich angesehen

Vor ein paar Wochen habe ich ein Interview mit Amalia Ulman für das Monopol Magazin (3/2018) geführt. Nachdem es kurz in der Leitung klickte und wir uns noch kürzer begrüßten, sagte sie: "Hat Dir meine Galeristin gesagt, dass ich keine Fragen zu 'Excellences & Perfections' beantworte?" Nein, hatte sie nicht. Macht nichts, dachte ich. Wie sich schnell herausstellte, lag ich damit falsch. Ich versuchte mich also an meiner ersten Frage, die sehr beiläufig – vielleicht auch nicht ganz so beiläufig – mit dem Erfolg ihrer Instagram-Performance "Excellences & Perfections" zu tun hatte. Amalia Ulman legte auf. Allerdings nicht bevor sie mich wissen ließ, dass ich mich gleich wieder melden könne, wenn ich mir neue Fragen überlegt hätte.

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Anika Meier

Umfrage

Wem noch auf Instagram folgen?

05/31/2018 - 15:35

Instagram ist in die Jahre gekommen. Außer Influencern und Celebrities mit Hang zum Narzissmus hat dort niemand mehr Spaß. Oder doch? Monopol-Bloggerin Anika Meier hat Kritiker, Künstler und Instagrammer gefragt, wem sie folgen. Und sie erklärt, warum Ugly Instagram so hip wie Ugly Fashion ist

Manchmal, eigentlich täglich, frage ich mich, warum ich Instagram nach all den Jahren immer noch irgendwie gut finde. Manchmal wünsche ich mir, dass es nicht so ist, denn in der Zeit, in der ich auf Instagram herumtippe, schreiben andere Leute zehn bis zwölf Bücher.

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Anika Meier

:-(

Fehlt es dem Kunstbetrieb an Humor?

05/01/2018 - 19:46

Während des Berliner Gallery Weekends musste der Schalk Christian Jankowski den Wutausbruch eines Kunsthändlers ertragen, die witzige Marisa Olson performte vor versteinerten Gesichtern. Why so serious?

Am Samstag begann das Gallery Weekend mit einem never ending Wutausbruch. Rudolf Zwirner, Mitbegründer der Art Cologne, und Christian Jankowski, Künstler, sollten über dessen "Neue Malerei" diskutieren. Florian Illies, Leiter des Auktionshauses Grisebach, sollte moderieren.

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