Die Monopol-Redaktion

Wenn Erhabenheit krank macht

Gibt es das Stendhal-Syndrom eigentlich wirklich?

10/11/2018 - 17:13

Schwindel, Panik, Wirrnis: Das Stendhal-Syndrom beschreibt Überwältigungserlebnisse im Angesicht der Kunst. Doch ob es diese psychosomatische Störung wirklich gibt, ist umstritten. Daniel Völzke hat in Florenz, wo das Phänomen vor über 200 Jahren zum ersten Mal beschrieben wurde, einen Selbstversuch gestartet

Erhabenheit, Immersion und Überwältigung sind ja eigentlich etwas Schönes: sich auflösen wie ein Zuckerwürfel in der Kunst, eintauchen, loslassen. Mich erfüllt diese Vorstellung allerdings mit Entsetzen. 

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Anne Waak

Stil-Kolumne "Elementarteilchen"

Dosentomaten, Britney und die Farbe Violett

10/10/2018 - 15:28

Anne Waak beobachtet Menschen, Waren und das, was zwischen ihnen passiert. Als Kolumnistin hat sie Objekte von Designern, neue Orte, Fundstücke und die Zukunft im Blick

 

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Anika Meier

Martin Parr in Berlin

"Mein Job besteht darin, zu unterhalten"

10/02/2018 - 13:09

Der britische Fotograf Martin Parr war anlässlich des European Month of Photography für einen Artist Talk in Berlin. Auf der Bühne sprach er über Fotografie in Zeiten sozialer Medien, über digitalen Durchfall und darüber, warum viele schlechte Fotobücher und viel schlechte Fotografie nicht schaden

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Anika Meier

Gallery.Delivery

Wenn der Fahrradkurier eine Ausstellung liefert

09/24/2018 - 15:31

Während der Berlin Art Week präsentiert die Züricher Galerie Roehrs & Boetsch mit Gallery.Delivery eine per Fahrradkurier lieferbare Gruppenausstellung. Monopol-Kolumnistin Anika Meier hat die Ausstellung bestellt

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Die Monopol-Redaktion

"Between Points"

Nachtfahrt mit Waschbär

09/24/2018 - 12:35

Wie bringt man Fluxus in die Gegenwart? Mit einer Bootsfahrt! Unterwegs durch Berlin mit der Performance Agency und dem Archivio Conz

Waschbären sollen ja sehr scheu sein. Die beiden im Archivio Conz schauen jedenfalls nur sehr kurz um die Ecke und hoppeln dann sofort hinter die Regale – etwas unbeholfen, denn ein Mensch in einem Waschbärkostüm erreicht einfach niemals die huschende Eleganz des Originaltiers. Macht nichts, der Effekt ist trotzdem lustig.

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Anna Gien

Das wird schon

Tuscheln mit Michel Würthle

09/20/2018 - 15:33

Ich liebe Charlottenburg. Für die alten Damen mit den fleischfarbenen Strumpfhosen, die geschmeidig dahintippelnden Swarovski-Hündchen, das Wohlstandsgrün der kleinen Tischdecken zwischen den vollgestopften Auslagen bei Rogacki, die sanfte Ruhe der Werbeplakate für Privatpraxen ästhetischer Chirurgie auf dem Ku’damm und für die Paris Bar.

Ja, für die Paris Bar.

Ich weiß, dass ich die Paris Bar eigentlich hassen müsste. Da sitzen die meiste Zeit eingewachsene, alte Herren in – viel zu jugendlichen – Maßanzügen herum, die den Frauen, mit denen sie da sind, nicht richtig zuhören, urprollige, Le-Pliage-behangene Grüppchen, die ungestüm ihr Halbwissen über die weißen Tischdecken hinweg proklamieren oder seichte Intellektualitäten in ihre Bouillabaisse brabbeln. Ich weiß. Ich weiß. Ich kann aber einfach nicht anders. Etwas an diesem Ort finde ich wirklich hinreißend.

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Die Monopol-Redaktion

Various Others in München

Wer reinkommt, ist drin

09/17/2018 - 16:50

Junge Galeristen wollen den Kunststandort München über die Stadtgrenzen bekannter machen. Das Rezept: Internationale Kooperationen und ein neues Galerienwochende. Ein Bericht

"Mir kommt es ein bisschen so vor, als ob Sie hier mit Papas Mercedes vorfahren", sagte die Galeristin Gudrun Spielvogel zu Johannes Sperling in einem Streitgespräch, das die Münchner "Abendzeitung" abgedruckt hat. Sperling gehört zu den Mitorganisatoren von Various Others, dem Galerienwochenende in München. Eigentlich müsste man genauer sagen, einem Galerienwochenende. Denn in der bayerischen Hauptstadt gibt es außerdem noch die Open Art. 

Sperling, junger Galerist, gründete den "Verein zur Förderung der Außenwirkung Münchens als Kunststandort", und damit hänge er sich an die Open Art, findet Spielvogel. Daher der Mercedes-Vergleich. "Im Grunde ist alles schon da", sagt sie. Damit meint sie: die Infrastrukturen, die Sammler. 

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Anne Waak

Elementarteilchen

Der beste Entertainer der Gegenwart, neue Musik und Bauhaus-Mode

09/11/2018 - 16:59

Anne Waak beobachtet Menschen, Waren und das, was zwischen ihnen passiert. Als Kolumnistin hat sie Objekte von Designern, neue Orte Fundstücke und die Zukunft im Blick

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Die Monopol-Redaktion

Filmfestival Venedig

In der Endlosschleife

09/06/2018 - 13:20

Monopol-Redakteur Jens Hinrichsen reiht sich in venezianische Kinoschlangen ein, grummelt angesichts von Überlängen und lobt einen unterschätzten Massenchoreographen

Der beste Regisseur dieser Mostra ist zweifellos Umberto. Cecil B. DeMille würde keine überzeugenderen Massenszenen hinbekommen. Umberto heißt er wahrscheinlich gar nicht. Den Namen habe ich mir ausgedacht, aber wie Umberto wirklich heißt, ist ja egal: Dieser Mann hat Format, Größe, er ist ein Künstler. Fantastisch, wie Umberto mit natürlicher Autorität und kräftiger Stimme die Journalistenmenge vor dem Sala Grande dirigiert. Ohne Umberto würde das Chaos ausbrechen. Dank ihm wissen wir, in welche Schlange wir uns einreihen müssen. Er schickt die Fachbesucher mit roten, blauen oder grünen Marken in verschiedene Warteschlangen. Und er sorgt dafür, dass die Schlangen sich wirklich schlängeln, weil neben dem größten Kino am Lido nur beschränkt Platz ist. Ohne Umberto wäre für Passanten kein Durchkommen.

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Die Monopol-Redaktion

Unterwegs in Kopenhagen

Demokratie und Geschäft

09/03/2018 - 13:55

Am Wochenende fand zum dritten Mal die Code Art Fair in Kopenhagen statt. Ein Rundgang über die Messe und in der dänischen Hauptstadt

Das Messezentrum liegt wie eine kleine Satellitenstadt vor dem Stadtzentrum Kopenhagens, und die Fläche der Code Art Fair ist überschaubar: Die Verkaufsschau bedeckt gerade einmal das Erdgeschoss einer Halle. Dehydriert, weil man vergisst, etwas anderes zu trinken als Schaumwein und Kaffee, verengt sich die Wahrnehmung auf das, was da an den weißen Stellwänden hängt oder davor steht. 

Ganz vergessen lässt sich der Rest der Welt jedoch nicht, weil die Politik ihren Weg in den Kunstbetrieb findet, in den letzten Wochen mehr als sonst. Daniela Steinfeld von der Düsseldorfer Galerie Van Horn sagt zumindest, wenn man sie fragt, ob jemand mit antidemokratischen Ansichten überhaupt Kunst machen könne, das sei ja überhaupt nicht möglich. Denn, so Steinfeld, die Freiheit, Kunst machen zu können, und es dann auch zu tun, sei schon ein Bekenntnis zur Demokratie. 

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Anika Meier

Instagram-Projekt "Too Tired"

Zu müde für Selbstinszenierungen

08/31/2018 - 18:10

Auf Instagram grassiert bekanntlich der Selbstinszenierungswahn. Abstinenz von der Plattform ist eine Möglichkeit, Aktivismus eine andere. Das Projekt "Too Tired" will eine Anlaufstelle für Menschen sein, die Depressionen fotografisch verarbeiten

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