Anika Meier

Umfrage

Wem noch auf Instagram folgen?

05/31/2018 - 15:35

Instagram ist in die Jahre gekommen. Außer Influencern und Celebrities mit Hang zum Narzissmus hat dort niemand mehr Spaß. Oder doch? Monopol-Bloggerin Anika Meier hat Kritiker, Künstler und Instagrammer gefragt, wem sie folgen. Und sie erklärt, warum Ugly Instagram so hip wie Ugly Fashion ist

Manchmal, eigentlich täglich, frage ich mich, warum ich Instagram nach all den Jahren immer noch irgendwie gut finde. Manchmal wünsche ich mir, dass es nicht so ist, denn in der Zeit, in der ich auf Instagram herumtippe, schreiben andere Leute zehn bis zwölf Bücher.

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Die Monopol-Redaktion

AfD-Demo und das Drumherum

Falsche Gegenwart

05/28/2018 - 11:39

Wohin bewegt sich unserer Gesellschaft? Sebastian Frenzel schaut sich in Berlin auf Demonstrationen und in Museen um

"Wenn die AfD die Antwort ist, wie dumm war dann die Frage?", steht am Sonntagmittag auf einem Demonstrationsbanner an der Berliner Siegessäule, und eigentlich möchte man es dabei belassen: die lustigeren Sprüche ("Wish you were queer"; "Liberté Egalité FckAfdé"), die bessere Musik, die Schönheit Tausender in der Sonne tanzender Körper, die Faktizität der Freude sind hier, die Botschaft simpel und richtig: gegen den Hass.

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Die Monopol-Redaktion

Ausstellung in Berlin

Aida im Parkhaus

05/28/2018 - 11:05

Der Künstler David Krippendorff lässt die Verdi-Figur Aida in einem seiner Filme auftreten. Doch funktioniert das künstlerische Großformat Oper in der Galerie?

Wie kriegt man große Oper in den kleinen Kasten – in den Fernsehkasten zum Beispiel? Im Fall von Shirin Neshats "Aida"-Inszenierung – Sommer 2017 in Salzburg – ging die Verwertung von Musiktheater als TV-Event wieder gründlich schief. Aber die iranische Künstlerin Neshat schien als Opernregisseurin ohnehin fehlbesetzt. Von ganz anderem Kaliber ist "Looking for Oum Kulthum", Neshats demnächst anlaufender Spielfilm über eine berühmte ägyptische Sängerin (die mit dem Musiktheater westlicher Prägung aber nichts am Hut hatte).

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Die Monopol-Redaktion

Unterwegs in Südwestengland

Notting Hill mit Kühen

05/22/2018 - 15:45

Jenseits der royalen Hochzeit: Monopol-Redakteur Daniel Völzke auf einem Pfingstausflug in die südenglische Landidylle, wo nicht nur Hauser & Wirth Kunst zeigt

Jetzt hat Harry doch hetero geheiratet. 2011, kurz vor der Hochzeit seines Bruders, sagte uns das britische Künstlerduo Gilbert & George: "Wir freuen uns schon sehr darauf, zur Coming-out-Party von Prinz Harry eingeladen zu werden. Wir wissen nicht, ob sie in Westminster Abbey stattfinden wird. Aber es wird sicher ein rauschendes Fest." Von wegen!

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Die Monopol-Redaktion

Frieze-Woche in New York

"In den USA ist Kunst immer noch etwas Freakiges"

05/07/2018 - 17:33

Selfies mit Carl Andre, Mikroben von Walter De Maria und eine gut gelaunte Tracey Emin: Silke Hohmann war für unseren "Kunst und Leben"-Blog zur Frieze-Woche in New York und Beacon unterwegs

Randalls Island sei doch überhaupt keine Adresse, beschwert sich der Taxifahrer am Flughafen in Newark. Dabei schlägt seit 2014 die Kunstmesse Frieze New York ihr großes weißes Zelt auf der Parkinsel zwischen Manhattan und Queens auf. An der Südspitze weht von weitem sichtbar eine schwarze Flagge von Adam Pendleton: "BLACK LIVES MATTER" steht auf der "Black Dada Flag", der Flaggenmast ist in einen Ort gerammt, der in Schifffahrtskarten bis in die 80er-Jahre noch "Negro Point" hieß.

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Anika Meier

:-(

Fehlt es dem Kunstbetrieb an Humor?

05/01/2018 - 19:46

Während des Berliner Gallery Weekends musste der Schalk Christian Jankowski den Wutausbruch eines Kunsthändlers ertragen, die witzige Marisa Olson performte vor versteinerten Gesichtern. Why so serious?

Am Samstag begann das Gallery Weekend mit einem never ending Wutausbruch. Rudolf Zwirner, Mitbegründer der Art Cologne, und Christian Jankowski, Künstler, sollten über dessen "Neue Malerei" diskutieren. Florian Illies, Leiter des Auktionshauses Grisebach, sollte moderieren.

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Die Monopol-Redaktion

Unterwegs auf dem Gallery Weekend

Love Letter to Berlin

04/30/2018 - 12:40

Im "Kunst und Leben"-Blog schreibt die Monopol-Redaktion regelmäßig über ihre Ausflüge in die Kunst und das Drumherum. Diesmal: Das Gallery Weekend Berlin. Elke Buhr berichtet

"Art Leaders Network" hieß die Konferenz, die die ehrwürdige "New York Times" am Mittwoch vor dem Gallery Weekend erstmals in Berlin veranstalten wollte. Warum nicht vorbeigehen. Am Tag vorher allerdings kam die Mail der Pressestelle: Journalisten seien in einem separaten Presseraum, den sie bitte nicht verlassen sollten. Die Talks könnten sie auf einem Bildschirm verfolgen. Glauben die, dass sie das Weltwirtschaftsforum in Davos sind? Da schaue ich doch lieber Ted Talks auf Youtube. Auf meine entsprechende Mail an die Veranstalter kam die gequälte Versicherung: Man werde versuchen, den Journalisten noch Stehplätze hinten in der Halle zu organisieren. Nein danke!

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Anika Meier

Post-Social-Media-Kunst

Was verkaufen Künstler in Zeiten sozialer Medien?

04/27/2018 - 17:05

Machst du noch Kunst oder bist du schon Content Creator? Über Künstler, Influencer und das schnelle Geld

Jeff Koons hat gerade Ärger, weil er bereits bezahlte Werke nicht liefert. Ein Sammler verklagte ihn und seinen Galeristen Larry Gagosian. Es soll um drei Stahlskulpturen im Wert von 13 Millionen Dollar gehen. Offenbar kommt er mit der Produktion nicht hinterher. In Berlin lebende Künstler derweil kommen mit der Produktion von Kunst hinterher, den allerwenigsten von ihnen wollen Sammler allerdings Geld geben. Laut einer Studie liegt die durchschnittliche Höhe der Einkünfte aus künstlerischer Arbeit bei 9.600 Euro pro Jahr, die Hälfte aller Künstler verdient mit ihrem Beruf weniger als 5.000 Euro. Männer verdienen im Jahr 11.662 Euro, Frauen nur 8.390 Euro.

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Anika Meier

Maschinelles Lernen

Wie Google das Kunsterlebnis beeinflusst

04/03/2018 - 11:26

Das Google Cultural Institute hat Anwendungen entwickelt, mit denen Benutzer den Bestand von Museen auf der ganzen Welt ansehen oder Doppelgänger in der Kunstgeschichte aufspüren können. Doch was bleibt von solchen Experimenten? Ein Besuch in Paris

Als Kind war für Amit Sood das Wichtigste, mit seiner Familie in einem Restaurant chinesisch zu essen. Museen glaubte er, seien etwas für reiche, versnobt Leute. Als der in Indien aufgewachsene Sood später nach New York zog, war das Museum of Modern Art ein sozialer Ort für ihn. Er trank dort Kaffee, denn um Ausstellungen zu sehen, hätte er Eintritt zahlen müssen. Als er dann nach London zog, musste er feststellen, dass es viel regnet. Also ging er häufig in Museen, weil der Eintritt in die Sammlungen gratis ist. "Technologie kann heute helfen, Menschen Kunst näher zu bringen", erzählt er deutschen Journalisten. Seine biografischen Ausführungen erklären, was er heute als Direktor des Google Cultural Institutes mit Kunst anstellen möchte: eigentlich alles, was denkbar ist, Hauptsache es bringt Menschen mit Kultur in Berührung.

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Anika Meier

Maurizio Cattelan auf Instagram

Instagram-Stories sind das neue Dschungelcamp

04/01/2018 - 17:00

Überall nur Selbstvermarktung auf Instagram. Der Künstler Maurizio Cattelan zeigt, wie es besser geht

Wir sind selbst schuld. Es muss so sein. Denn würden wir alle einfach brav und ganz selbstverständlich das neue Buch von Benjamin von Stuckrad-Barre kaufen, müsste er nicht 24 Stunden am Tag auf Instagram senden. Schade. Stuckrad-Barres und Lars Eidingers Instagram-Stories zu verfolgen, ist ein Vollzeitjob. Man könnte wegklicken. Wahlweise nicht mehr reinklicken. Geht nicht. Bei mir jedenfalls. Das ist nämlich wie den ganzen Tag süße Tiervideos gucken. Nur anders herzzerreißend.

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"Akademie [Arbeitstitel]" in Düsseldorf

Ab ins Archiv

03/12/2018 - 11:48

Gerade wurde in der Kunsthalle die neue Ausstellung "Welcome to the Jungle" eröffnet, mit der das Jubiläumsjahr abschließt. Nun ist es Zeit, einen Blick auf die vergangenen Monate zu werfen. Was bleibt übrig von einer Ausstellung über das eigene Archiv? Was kann dieses Archiv einer Institution ohne eigene Sammlung überhaupt sein, und in wieweit ist die grade zu Ende gegangene Ausstellung schon selbst Teil davon?

"Neben den Dokumenten und Fotos bleibt vor allem das, was vor Ort geschehen ist, was zwischen den einzelnen Akteuren passiert ist, zwischen den Künstler_innen und den Besucher_innen", sagt Kuratorin Anna Lena Seiser. "Das Archiv der Kunsthalle ist in größten Teilen immateriell, es besteht aus Erinnerungen, Namen, Geschichten und Anekdoten."

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