Gerichtsurteil

Brad Pitt und Angelina Jolie müssen Lichtkünstlerin über 500.000 Euro zahlen

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Der Hollywood-Schauspieler Brad Pitt und seine Noch-Ehefrau Angelina Jolie müssen 565.000 Euro an die französische Lichtkünstlerin Odile Soudant zahlen.

Das entschied ein Pariser Gericht bereits im April. Erst in der vergangenen Woche erfuhr die Öffentlichkeit durch einen Bericht der französischen Zeitung "Libération" von diesem Urteil. Pitt hatte demnach die Französin 2010 beauftragt, für das von ihm und seiner damaligen Partnerin 2008 gekaufte Château Miraval in der südfranzösischen Provence ein Lichtkonzept auszuarbeiten. Soudant war für den renommierten Architekten Jean Nouvel für Lichtinstallationen zuständig und gründete – auch für Pitts Großauftrag – die eigene Firma Lumières Studio.

Soudant erzählte "Libération", dass Pitt sie beauftragt habe, aus dem Schloss einen "außergewöhnlichen Ort" zu machen, bei dem Licht im "Zentrum von allem" stehe. Auch wenn es keinen Vertrag gegeben habe, seien zwei Jahre alle Rechnungen für das Projekt, bei dem zwischenzeitlich 17 Personen Vollzeit beschäftigt gewesen sein sollen und von dem 70 Prozent der Einnahmen der Firma abhingen, pünktlich bezahlt worden.

Dann aber habe es immer mehr technische Probleme gegeben und Pitt habe die Zahlungen gestoppt. Er habe Soudants dringliche Bitten um weitere Zahlungen schließlich beantwortet mit den Worten: "Ich weiß nicht, wie das in Frankreich läuft, aber in den USA greifen sich Freunde nicht gegenseitig an. Ich war immer nur ein Fan deiner Arbeit. Beenden wir dieses Projekt und seien wir stolz darauf." Auch wenn weitere Zahlungsrückstände beglichen wurden, habe Soudant das 600 Hektar große Anwesen, das auch nach der Trennung weiterhin Pitt und Jolie gemeinsam gehört, nicht mehr betreten dürfen. Ihre Firma habe stark gelitten, weil sie sich wegen der offenen Rechnungen nicht für andere Projekte bewerben konnte. "Brad Pitt hat meine Firma versenkt und sich meine Arbeit zu eigen gemacht", klagt Soudant.

Nun müssen Pitt und Jolie also über eine halbe Million Euro zahlen, davon 60.000 Euro wgeen Rufschädigung. Die Künstlerin kündigte an, weiter prozessieren zu wollen, da sie auf die Urheberrechte an ihren Werken bestehe.

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