Berlin

Chipperfield: Anforderungen für Museumsinsel waren Shopping-Liste

Architekt David Chipperfield vor der James-Simon-Galerie
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Architekt David Chipperfield vor der James-Simon-Galerie

Stararchitekt David Chipperfield hat erste Anforderungen an die neue James-Simon-Galerie als neues Empfangsgebäude auf der Berliner Museumsinsel als "Shopping-Liste" bezeichnet

Ein Auditorium oder mehr Toiletten - es habe alles drauf gestanden, sagte Chipperfield am Montag in Berlin wenige Tage vor Eröffnung des Baus am 12. Juli im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Chipperfield sprach im Gespräch mit der dpa von einem demokratisierenden Gebäude, das künftig mehrere Zugänge auf unterschiedlichen Ebenen zu den sechs Häusern der Museumsinsel zulasse.

Die nach dem jüdischen Museumsmäzen James Simon (1851-1932) benannte Galerie hat eine Nutzfläche von 4600 Quadratmetern und soll die sechs Museen künftig über eine unterirdische Promenade verbinden. Dieser Bereich soll für museen-übergreifende Ausstellungen genutzt werden, weswegen Hermann Parzinger, als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hausherr des am Ende 134 Millionen Euro teuren Gebäudes, von einem siebten Museum sprach.

Parzinger sagte, mit der Namensgebung solle auch die Rolle jüdischer Mäzene aus dem drohenden Vergessen herausgeholt werden. "Viele Museen in Deutschland wären ohne jüdische Mäzene nicht das, was sie heute sind."