"Dr. B"

Museumsdirektor Birnbaum hat Spionagethriller geschrieben

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Daniel Birnbaum, der scheidende Direktor des Stockholmer Moderna Museet, hat einen Spionage-Roman geschrieben. Die Handlung basiert auf den Erfahrungen seines Großvater während des Zweiten Weltkriegs

Als Birnbaum das Haus seiner Eltern ausräumte, stieß er auf eine Kiste mit Dokumenten, die der Familie bisher unbekannt waren. Darauf basierend schrieb der Kunsthistoriker einen Roman, der in der schwedischen Verlagswelt der 40er-jahre spielt. Birnbaums Großvater - der titelgebende Dr. B - arbeitete damals für Gottfried Bermann Fischer, Eigentümer des deutschen S. Fischer-Verlags im Exil. Der deutsche Verleger umging gemeinsam mit der schwedischen Verlegerfamilie Bonnier die deutsche Zensur und publizierte die Romane von Thomas Mann und Stefan Zweig.

Zugleich arbeitete Immanuel Birnbaum mit schwedischen Dissidenten, die einen Hafen sprengen wollten, um das neutrale Schweden zum Kriegseintritt mit Nazideutschland zu zwingen. 

"Mein erster Roman, das hat mich irgendwie selbst überrascht", schrieb Birnbaum über sein Buch auf Instagram. Der Verlag Bonnier hat die Rechte für die Übersetzung in verschiedene weitere Sprachen bereits verkauft. Daniel Birnbaum wird demnächst zur Londoner Firma Acute wechseln, die sich auf die Produktion von VR-Kunst spezialisiert hat.

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