Woraus setzt sich Kim Kardashian zusammen? Aus Smartphones, lautet die Antwort des Frankfurter Künstlers Thomas Bayrle. Bereits seit den 1960er-Jahren feiert Bayrle in Grafiken und Gemälden die Schönheit des Seriellen und kreiert große Formen aus vielen kleinen. Die "Superformen", wie Bayrle sie nennt, erfassen das Ganze als Summe aller Teile, statt auf das Einzelne zu fokussieren – und lassen uns gleichzeitig neu über Gesellschaft und die Komplexität der Welt nachdenken.
Ab Februar zeigt die Schirn Kunsthalle in Frankfurt eine große Ausstellung des 88-jährigen Künstlers. Und Monopol widmet Bayrle die Titelgeschichte seines Februarhefts.
Außerdem stellen wir Catherine Opie vor, deren Werk jetzt in Museen in Kassel und London zu sehen ist. Die US-amerikanische Fotografin wurde in den 1990er-Jahren mit Porträts von Menschen aus der queeren Szene bekannt, die sie altmeisterlich inszenierte. In jüngerer Zeit versucht sie mit Naturaufnahmen, universellere Ebenen in ihre Arbeit zu bringen – und die politische Lage in den USA irgendwie zu überstehen: "Ich hätte nie gedacht, dass wir uns wieder mit den Culture Wars rumplagen müssen. Ich hatte gehofft, dass wir das hinter uns lassen und uns stattdessen Gedanken über die Berge und den Planeten machen könnten, den wir zerstören werden", sagt sie im Gespräch.
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