Corona-Krise

Direktor: Museen sicherer als S-Bahn oder Einkaufszentrum 

Blick in das Deutsche Hygiene-Museum und die Ausstellung "Im Gefängnis. Vom Entzug der Freiheit" mit der Installation "Sich von Zeit zu Zeit vergessen" von Rodrigue Glombard
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Blick in das Deutsche Hygiene-Museum und die Ausstellung "Im Gefängnis. Vom Entzug der Freiheit" mit der Installation "Sich von Zeit zu Zeit vergessen" von Rodrigue Glombard

Für den Direktor des Deutschen Hygiene-Museums Dresden (DHMD), Klaus Vogel, sind die mit strengen Hygienekonzepten arbeitenden Museen "ziemlich sichere Orte"

"Wir wissen natürlich, dass die Regierung vor einer schwierigen Aufgabe steht", sagte er am Mittwoch vor dem Corona-Krisentreffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Wenn es darum geht, was geschlossen wird und was offen bleiben kann, dann sehen wir zumindest die größeren Museen als wesentlich sicherer an als beispielsweise die Münchner S-Bahn oder ein Einkaufszentrum in Dresden."

Es gebe ein menschliches Grundbedürfnis nach kultureller Anregung. "Eine erneute - und hoffentlich streng befriste Schließung - bringt die öffentlichen finanzierten Museen nicht um." Aber für alle Dienstleister wie Museumsshops und Gastronomie "ist das eine äußerst harte Sache".

Die Länderchefs und die Kanzlerin wollten am Nachmittag über das weitere Vorgehen beraten. Ein Entwurf für die Beschlussvorlage sieht vor, das öffentliche Leben drastisch herunterzufahren. Bundesweit müssten dann zum Beispiel Gastronomie, Theater, Opern und Kinos schließen.