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Landschaftsfotografie der Gegenwart

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Der kanadische Fotograf Edward Burtynsky dokumentiert den epochalen Eingriff des Menschen in die Natur

Schon bevor es den Begriff Anthropozän überhaupt gab, fotografierte Edward Burtynsky die Eingriffe von Industrie und Mensch in die Natur. Seine frühen Bilder zeigten Landschaften, in der Tradition der Malerei im 19. Jahrhundert, aber schon in seiner Reihe "Railcuts" aus den 80ern sind die Einschnitte von Eisenbahntrassen in Wälder und Prärien zu erkennen. Dieses Interesse verfolgt der 1955 in Kanada geborene Fotograf seither. Sein Buch "Residual Landscapes" trägt den Untertitel "Studies of Industrial Transfiguration" - das Gelände und die Rückstände der Industrie stehen im Fokus. 

Versehrte Landschaften wurden sein bevorzugtes Sujet, er fotografierte sie mit der Großformatkamera. Es ist also fast folgerichtig, dass sich Burtynsky für das Anthropozän interessiert, ein Konzept, das seit ein paar Jahren in verschiedenen Wissenschaften und in der Kunstwelt eine erstaunliche Karriere macht: Das ist grob gesagt die Epoche, in der die Eingriffe des Menschen auf der Erde nicht mehr rückgängig zu machen sind. Die Spuren bleiben für immer.

Burtynsky hat nun das "Anthropocene Project" gestartet. In verschiedenen Medien will er dem Begriff und seiner Bedeutung nachgehen: Es wird eine Wanderausstellung geben, Filme und ein Buch. 

Monopol zeigt eine Auswahl von Burtynskys Fotografien in der Bildstrecke oben.

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