Elisabeth Lenks "Kritische Schriften"

Zwischen Traum und Theorie

Fotoporträt eines Mannes mit gezwirbeltem Schnurrbart, weißer Kappe mit Perlen und Stock, draußen.
Foto: Horst Ossinger/dpa

Der spanische Künstler Salvador Dalí 1968 auf dem Gelände seines Wohnsitzes an der Costa Brava. Elisabeth Lenk verteidigte die Phantasie gegen ihr deutsches Verdikt als bloße Tagträumerei und fragt, warum der Surrealismus hierzulande so beharrlich übersehen wurde. 

Mit der Neuauflage von Elisabeth Lenks "Kritischen Schriften" kehrt eine Denkerin zurück, die Kritische Theorie und Surrealismus mit Leichtigkeit kurzschließt. Ihre Essays verteidigen Fantasie gegen deutschen Ernst, lesen Adorno gegen seine Epigonen und insistieren darauf, dass Vernunft ohne Begehren, Unruhe und Traum zur Verwaltung verkommt

Es gibt Wiederentdeckungen, die mehr sind als eine bloße Rückkehr ins Verlagsprogramm. Mit der Neuherausgabe der "Kritischen Schriften" von Elisabeth Lenk liegt nun ein Essayband vor, der eine der…

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