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Fotos von Erwin Olaf

Perfekte Welt mit Riss

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Als einer der bekanntesten Fotografen des Landes porträtierte Erwin Olaf sogar die niederländische Königsfamilie. Eine Retrospektive in Den Haag zeigt die Wandlung im Werk des Künstlers

Eigentlich studierte er in den 80ern Journalismus, aber als einer seiner Professoren merkte, wie unglücklich der Student damit war, drückte er ihm eine alte Leica-Kamera in die Hand. "Ich habe mich sofort verliebt", erzählt Erwin Olaf, "das kalte Metall in meiner Hand, es fühlte sich ganz natürlich an. Als ich die ersten Fotos machte, wusste ich, dass ich meine Berufung gefunden habe."

Danach fotografierte der Niederländer für progressive Magazine, Theaterproduktionen und arbeitete unentgeltlich für eine niederländische LGBTI-Organisation. Es folgten Aufträge, die niederländische Königsfamilie abzulichten, und seine erzählerische Serie "Palm Springs". Eine Ausstellung im Gemeentemuseum in Den Haag zeigt den Weg vom analogen Fotoreporter zum digitalen Geschichtenerzähler. "Ich möchte eine perfekte Welt zeigen, aber mit einem Riss darin. Ich will das Bild verführerisch machen, um den Betrachter in die Geschichte hineinzuziehen", sagt Olaf. Der Künstler präsentiert auch eine Auswahl von 20 Fotografen, die seine Arbeit geprägt haben, in einer Installation mit Video und Skulpturen.

Monopol zeigt einige der Bilder in der Fotostrecke oben

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