"Eternity"-Film auf der Berlin Art Week

Florentina Holzinger am Ende der Welt

Für ihren neuen Film "Eternity" schickt Regisseurin Susanne Regina Meures Florentina Holzinger und ihre Performerinnen ins ewige Eis: Es geht um die drängende Frage, was wir angesichts eines sterbenden Planeten mit unserer Schuld anfangen

Um einer von Krieg und Klimakollaps zerrütteten Welt den Rücken zu kehren, flieht eine Gruppe Freundinnen ans Ende der Welt, ins ewige Eis. Dort zelebrieren sie letzte Momente hedonistischer Freiheit. Und beschließen, sich auf die Suche nach Erlösung zu machen. So ungefähr lautet der Plot von "Eternity", dem neuen Film der Regis­seurin Susanne Regina Meures, der zur Berlin Art Week am 13. September in Berlin Premiere feiert.

Der Cast kommt einem bekannt vor: Es sind Florentina Holzinger  und ihre unerschrockenen Performerinnen.

Doch der Film dokumentiert nicht einfach die radikalen Performances der österreichischen Choreografin, sondern erzählt eine fiktive Geschichte. Die sich allerdings einiger absolut Holzinger-typischen Motive bedient: Zu erwarten sind nackte Amazonen bei halsbrecherischen Aktionen, schnelle Autos, viel Haut  und Frauen, die zusammenhalten. 

Holzinger-Kunst auf der großen Leinwand

"Eter­nity" ist der erste Film, der die Kunst von Florentina Holzinger auf die große Leinwand bringt, nachdem die Künstlerin 2024 als Schauspielerin in Kurdwin Ayubs Spielfilm "Mond" zu sehen war. Der neue Film stellt die drängende Frage unserer Zeit: Was tun wir  mit unserer Schuld an einem sterbenden Planeten?

Wir hätten aber noch eine andere Frage: Wann genau hat Holzinger Zeit für den Dreh gefunden, bei all dem, was sie so gerade macht?