Findungskommission gebildet

Suche nach neuer Documenta-Leitung beginnt

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Die Findungskommission für die künstlerische Leitung der Documenta 15 steht

Die auf Vorschlag der designierten Documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann besetzten Findungskommission, die bis Anfang 2019 eine künstlerische Direktorin oder künstlerischen Direktor bestimmen muss, gehören an:

• Ute Meta Bauer, Gründungsdirektorin Centre for Contemporary Art, Singapur,
• Charles Esche, Direktor Van Abbemuseum Eindhoven, Niederlande
• Amar Kanwar, Künstler, Neu Delhi, Indien
• Frances Morris, Direktorin Tate Modern London, Großbritannien
• Gabi Ngcobo, Kuratorin 10. Berlin Biennale 2018, Südafrika
• Elvira Dyangani Ose, Kuratorin Creative Time, New York, USA
  (ab September 2018 Direktorin The Showroom, London, Großbritannien)
• Philippe Pirotte, Rektor Staatl. Hochschule für Bildende Künste – Städelschule       Frankfurt/M., Deutschland (Belgien)
• Jochen Volz, Direktor Pinacoteca do Estado de São Paulo, Brasilien

Schormann äußerte sich auch zu möglichen Schwerpunkten der nächsten Ausstellung: Sie sei sehr gespannt, "ob im Zentrum der d 15 eher Fragen der Teilhabe und Partizipation, der interkulturellen Vernetzung, der Performanz und des Diskurses, der digitalen Medien oder des Umgangs mit dem öffentlichen Raum stehen werden".

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle, in einem Statement: "Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, für die Suche nach der künstlerischen Leitung der Documenta 15 eine hochkarätig besetzte, internationale Findungskommission zu gewinnen. Noch dazu liegen wir voll im Zeitplan."

Die Documenta ist die bedeutendste Schau zeitgenössischer Kunst und wird alle fünf Jahre veranstaltet. Die 15. Ausgabe soll vom 18. Juni bis 25. September 2022 stattfinden. Die vergangene Documenta fand 2017 in Kassel und Athen statt. Sie endete mit einem Defizit, das nach vorläufigen Angaben bei 5,4 Millionen Euro liegt. Daraufhin hatte die Documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff ihr Amt aufgegeben. Die vergangene Schau leitete der Pole Adam Szymczyk. Belastet wird die Documenta auch von laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kassel wegen des Verdachts der Untreue.

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