Die österreichische Choreografin und Performance-Künstlerin Florentina Holzinger wird Österreich bei der 61. Internationalen Kunstbiennale in Venedig mit ihrem Projekt "Seaworld Venice" vertreten. Kuratiert wird das interdisziplinäre Werk von Nora-Swantje Almes vom Gropius Bau Berlin. Die Ausstellung ist vom 9. Mai bis 22. November 2026 im österreichischen Pavillon zu sehen und umfasst eine permanente Live-Installation, Performances sowie ortsspezifische "Études" in Venedig und der Lagune.
Holzinger untersuche seit Jahren das Element Wasser – als Materie, Symbol und transformative Kraft – und setze sich in ihren Arbeiten mit dem menschlichen Körper in extremer, theatralischer Präsenz auseinander, heißt es in einer Mitteilung. "Seaworld Venice" vereine Unterwasserthemenpark, Kläranlage und Sakralbau zu einem maschinenähnlichen Organismus, in dem Performerende "die Verletzlichkeit und Widerstandsfähigkeit von Körpern und der Welt zugleich erfahrbar" machen. "Florentina Holzinger malt ein apokalyptisches Szenario, das die Komplizenschaft des Menschen am Zerfall des Ökosystems verdeutlicht", erklärt Kuratorin Almes.
Die Performances reichen über den Pavillon hinaus in den Stadtraum Venedigs, wo die seit 2020 entwickelten "Études" in öffentlichen Räumen stattfinden. Die Eröffnungsétude findet am 6. Mai 2026 vormittags statt.
Begleitend erscheint die Publikation "HOLZINGER" beim Berliner Bierke Verlag in Kooperation mit dem Gropius Bau und der Kunsthalle Wien. Sie bietet umfassende Einblicke in Holzingers Praxis, choreografisches Vokabular und zentrale Themen, mit Beiträgen von Claire Bishop, Mire Lee, Caroline Lillian Schopp, Anna Leon und einem Interview mit der Künstlerin.