Die Premiere findet statt am 23. Mai in Wien und in Prinzendorf, einem barocken Schloss im niederösterreichischen Weinviertel, das als Wohn- und Arbeitsort des verstorbenen österreichischen Künstlers Hermann Nitschs und als Zentrum seines Orgien-Mysterien-Theaters diente.
Die Koproduktion entsteht unter anderem mit der Nitsch Foundation, dem Nitsch Museum, Verbund und den Wiener Festwochen. "Pfingstspiel" entfaltet sich in zwei Teilen: ein Prolog im Wiener Eislaufverein als Oratorium für Körper und Maschinen, gefolgt von einer Busfahrt nach Schloss Prinzendorf. Feuerwerk, Glocken, Musik und Motorräder beschwören Erinnerungen und transformieren den Raum zu einem kollektiven Kunstereignis.
"An diesem Ort möchten wir die Geschichten von Prinzendorf neu erzählen", so Holzinger. Das Projekt soll Schloss Prinzendorf für zeitgenössische Performancekunst öffnen und so die künstlerische Arbeit von Nitsch fortsetzen.
2026 vertritt Holzinger Österreich bei der 61. Kunstbiennale von Venedig. Unter dem Titel "Seaworld Venice" bespielt sie den österreichischen Pavillon von Mai bis November als permanent aktivierte Live-Installation. Ergänzt wird das Projekt durch ortsspezifische Performances im Stadtraum und in der Lagune von Venedig. Kuratiert wird der Beitrag von Nora-Swantje Almes.
Die 1986 in Wien geborene Künstlerin wurde mehrfach mit dem Nestroy- und dem Faust-Preis ausgezeichnet, war viermal in Folge zum Berliner Theatertreffen eingeladen und ist seit 2021 assoziierte Künstlerin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Seit kurzem wird sie von der Galerie Thaddaeus Ropac vertreten. 2024 setzte Monopol Florentina Holzinger an die Spitze seiner Top-100-Liste der einflussreichsten Persönlichkeiten der Kunstwelt.