US-Architekt

Fünf Frauen werfen Richard Meier sexuelle Belästigung vor

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Fünf Frauen werfen dem US-Architekten Richard Meier sexuelle Belästigung vor. Der Pritzker-Preisträger will nun ein halbes Jahr Auszeit nehmen

Vier der Frauen arbeiteten im Büro des heute 83-Jährigen. In der "New York Times" berichten sie von ungewollten Berührungen und Entblößungen. Eine Frau wurde von Meier gebeten, sich auszuziehen, damit er sie fotografieren könne. Eine andere Frau berichtet, dass sie in den 80er-Jahren aus seiner Wohnung fliehen musste, nachdem er versucht habe, sie auf das Bett zu ziehen.

Richard Meier hat sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe in einem Statement entschuldigt und eine Auszeit angekündigt. "Ich bin zutiefst beunruhigt und beschämt über die Berichte mehrerer Frauen, die meine Worte und Taten beleidigten. Auch wenn unsere Erinnerungen sich unterscheiden mögen, entschuldige ich mich aufrichtig bei jedem, der von meinem Verhalten gekränkt wurde."

Meier hat unter anderem zahlreiche Museumsbauten entworfen, etwa das Getty Center in Los Angeles, das Museum für Zeitgenössische Kunst in Barcelona, das Museum Frieder Burda in Baden-Baden, das Arp Museum bei Bonn und das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Ende der 60er-Jahre gehörte er zur Gruppe der "New York Five", die in der Tradition von Le Corbusier den funktionalen Stil der europäischen Moderne der 1920er und 1930er Jahre weiterentwickelten.

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