Berlin

Gala im Hamburger Bahnhof bringt Kunst, Stars und Förderer zusammen

Der Hamburger Bahnhof in Berlin feiert sein Jubiläumsjahr mit einer großen Gala. Neben zahlreichen Künstlern kamen auch prominente Gäste aus Film und Musik

Mit einer großen Gala hat der Hamburger Bahnhof in Berlin sein Jubiläumsjahr gefeiert und Unterstützer aus Kunst, Kultur und Wirtschaft zusammengebracht. Unter dem Titel "A Night in Berlin" kamen zahlreiche prominente Gäste in das Museum für Gegenwartskunst, darunter Schauspielerin Nina Hoss, Regisseur Wim Wenders, Sänger Herbert Grönemeyer, Hollywoodstar Matt Dillon und die Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle. Auch viele Künstler waren dabei, etwa Wolfgang Tillmans, Anne Imhof, Ólafur Elíasson und Katharina Grosse.

Die Veranstaltung mit Showprogramm und Dinner ist auch als Dank an private Geldgeber gedacht. Der Hamburger Bahnhof, die Nationalgalerie der Gegenwart, wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Zum Jubiläum plant das Haus unter anderem ein großes Festwochenende im November, bei dem das Museum 30 Stunden am Stück für das Publikum geöffnet sein soll.

Zugleich bemüht sich das Museum um neue Finanzierungswege. "Öffentliche Museen sind heute zunehmend auf zusätzliche Förderungen angewiesen", erklärten die Direktoren Sam Bardaouil und Till Fellrath im Vorfeld. Deshalb arbeite das Haus daran, weitere Einnahmequellen zu erschließen, etwa durch Kooperationen mit privaten Partnern wie dem Modehaus Chanel. Entscheidend sei dabei, dass solche Unterstützung den öffentlichen Auftrag des Museums nicht ersetze, sondern stärke.

"Wir können die Kunst nicht ausschalten"

Nach Angaben der Museumsleitung konnten bereits wichtige Mittel eingeworben werden – insbesondere für Bildungsprogramme, Kunstvermittlung und Projekte im Jubiläumsjahr. Die Gala solle zugleich Förderern danken und Netzwerke aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringen.

Im Rahmen des Abends wurden auch mehrere Auszeichnungen verliehen. Der mit jeweils 15.000 Euro dotierte Hamburger Bahnhof Studio Award ging an Abdulhamid Kircher, Monilola Olayemi Ilupeju und Jonas Roßmeißl. Damit werden Künstlerinnen und Künstler unter 35 Jahren gefördert, die in Deutschland leben und arbeiten. Für ihr Lebenswerk wurde die in Beirut geborene Künstlerin Mona Hatoum geehrt. Eine weitere Auszeichnung erhielt die in Indien geborene Kunstmäzenin und Sammlerin Kiran Nadar.

Zu den prominenten Gästen des Abends gehörte auch Hollywoodstar Cate Blanchett, die mit ihrem Sohn Ignatius ("Iggy") kam. Mit dem Museum verbindet sie eine besondere Beziehung: 2016 war sie dort in der Filminstallation "Manifesto" zu sehen. In ihrer Rede betonte sie die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst. "Kunst steht in ständigem Dialog mit den Augen und Seelen der Menschen, die sie wahrnehmen", sagte Blanchett. "Wir können die Kunst nicht ausschalten. Wir können der Kunst nicht den Mund verbieten – selbst wenn Menschen absolut nicht mit ihr einverstanden sind." Orte wie der Hamburger Bahnhof seien deshalb unentbehrlich.