Forschung

Galerie Hauser & Wirth gründet eigenes Institut

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Nach Restaurants, einem Hotel, einem Magazin und neun internationalen Dependancen gründet die Schweizer Galerie Hauser & Wirth ein eigenes Institut, das sich der kunsthistorischen Forschung und der Verwaltung von Künstlerarchiven widmen soll

"Gerüchte, nach denen die Galerie Hauser & Wirth 2019 ein eigenes Auktionshaus aufmacht, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz übernimmt und die kommende Venedig-Biennale in 'Iwans Wohnzimmer' umbenennen lässt, wurden nicht bestätigt", heißt es in der Top-100-Liste in der aktuellen Monopol-Ausgabe im Eintrag zu den Galeristen Manuela und Iwan Wirth (Rang 26). Jetzt aber immerhin wird das Unternehmen selbst museal. Das Hauser & Wirth Institute soll neben der Forschung und Verwaltung von Archiven der von der Galerie vertretenen Künstler auch den öffentliche Zugang zu Archiven erleichtern, indem es Primärquellen digitalisiert und online verfügbar macht. Darüber hinaus sollen wissenschaftliche Symposien organisiert, Werkkataloge von Künstlern publiziert und Stipendien vergeben werden. 

"Die Arbeit des Hauser & Wirth Institute ist die folgerichtige Ausweitung unserer Unterstützung für lebende Künstler und von Nachlässen und Stiftungen, die wir seit 25 Jahren repräsentieren", sagt Iwan Wirth. In der globalisierten Kunstwelt sei es wichtig, die Ressourcen für ein gleichmäßiges Gedeihen kunsthistorischer Forschung bereitzustellen. "Wir hoffen, das Wissen für ein tieferes Verständnis von Kunst, Künstlern und den kreativen Prozessen, die zentral für die Kulturgeschichte künftiger Generationen sind, zu bieten."

Im Dezember eröffnet Hauser & Wirth die neue Galerie in Sankt Moritz und bringt die erste Ausgabe des hauseigenen Magazins heraus: "Ursula", benannt nach der Mitbegründerin der Galerie und Mutter von Manuela Wirth, Ursula Hauser.

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