Halbinsel Krim

Geschichtsmuseum in Sewastopol von Drohne getroffen

Foto: Hafenbucht mit Anlegestellen und Schiffen, umgeben von Hügelsiedlung unter grauem Himmel.
Foto: Ulf Mauder/dpa

Hafenstadt Sewastopol auf der Krim

In Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist eine Drohne in ein Geschichtsmuseum eingeschlagen

Das Museum zeigt das Panorama der Belagerung der Stadt im Krimkrieg im 19. Jahrhundert. Der Chef der Besatzungsverwaltung, Michail Raswoschajew, sprach auf Telegram von einem gezielten Angriff auf eine Kultureinrichtung. Dies wäre indes untypisch für die bisherigen Angriffsmuster der ukrainischen Armee. Umgekehrt hat Russland in mehr als vier Jahren Angriffskrieg viele Museen, Theater, Bibliotheken, Schulen und Kirchen in der Ukraine bei Luftangriffen beschädigt.

Die ukrainische Armee hat nachts Ziele bis tief hinein nach Russland mit Drohnen und Raketen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 326 feindliche Drohnen seien abgefangen worden. Diese Zahl ist nicht unabhängig überprüfbar, sie spricht aber für einen großangelegten ukrainischen Angriff.

Russischen Drohnenangriffe wiederum trafen in der Nacht unter anderem die grenznahe ukrainische Großstadt Charkiw. Die Regionalverwaltung berichtete von 26 Einschlägen binnen kurzer Zeit. Es habe fünf Verletzte gegeben. Die ukrainische Luftwaffe zählte über Nacht 207 russische Drohnen, von denen 181 abgefangen worden sein.