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Wiesbaden Biennale

Heftige Wortgefechte an Erdogan-Statue

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An der bei einer Kunstaktion in Wiesbaden aufgestellten Statue des umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan haben sich etwa 100 seiner Anhänger und Gegner heftige Wortgefechte geliefert

Bis zum frühen Dienstagabend blieb es aber beim verbalen Schlagabtausch. Die Polizei war mit einigen Beamten in der Nähe und hielt sich bereit, notfalls einzuschreiten, wie ein Sprecher mitteilte. Die rund vier Meter hohe und goldfarbene Statue war am Montag als Teil eines Kunstfestivals aufgestellt worden. Seitdem erregt sie viel Aufsehen und ruft Irritationen hervor.

Anhänger Erdogans beseitigten am Dienstagabend Schmierereien an dem Standbild, während zumeist kurdischstämmige Gegner Erdogan und seine Politik lautstark kritisierten.

Die Stadtverwaltung hatte sich überrascht gezeigt. Im Vorfeld des Kunst- und Theaterfestivals Biennale sei das Aufstellen einer "menschenähnlichen Statue" genehmigt worden, teilte sie am Dienstag mit. Es sei aber nicht klar gewesen, "dass es sich um eine Erdogan-Statue handeln wird". Der Wiesbadener Staatstheater-Intendant Uwe Eric Laufenberg verteidigte die Aktion als ein Statement für die freie Meinungsäußerung. "Wir haben die Statue aufgestellt, um über Erdogan zu diskutieren", erklärte Laufenberg.

Einschreiten wollte die Stadt nicht, solange von der Kunstaktion keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht.

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