Huma Bhabha in Berlin

Begegnungen mit Unbekannten

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Zwischen Archetyp und Alien: In der Berliner Galerie Contemporary Fine Arts zeigt die Künstlerin Huma Bhabha Arbeiten von intensiver Präsenz

Der Geruch von Holzkohle und Erde gibt dem Archaischen in Huma Bhabhas Werken nur noch eine weitere Dimension. Die 1962 in Pakistan geborene Künstlerin, die seit 30 Jahren in New York lebt, stellt bei CFA neue Malerei und Skulpturen aus, die diesen intensiven Duft verströmen. Die an Totems erinnernden Torsi und Köpfe sind aus dunkelbraunem Kork geschnitten, der das Licht schluckt und damit die kubistischen Furchen und Kerben unergründlich macht.

Ihre Bilder haben eine ganz ähnlich intensive Präsenz, zwischen Archetyp und Alien: Etwas ungezügelt Durchdringendes schaut aus ihnen hervor, das ursprünglich und außerweltlich zugleich sein könnte. "We Come in Peace" heißt ihre großartige Installation aus zwei Figuren, die gerade auf dem Dach des Metropolitan Museum in New York stehen wie Außerirdische. In Berlin sind die guten Absichten nicht ganz sicher, die Begegnung sollte man trotzdem eingehen.

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