Selbstverpflichtung

Internationale Architekten rufen Klimanotstand aus

Wie sieht die Stadt von morgen aus? Eines der Themen beim Monopol-Live-Podcast
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Wie sieht die Stadt von morgen aus? Architekten fordern ein Umdenken

Hunderte Architekturbüros haben eine Ökowende in der Baubranche gefordert. Um "dem größten Problem unserer Zeit" zu begegnen, müsse es ein kollektives Umdenken geben

Unter dem Titel "Architects Declare" haben sich international hunderte Architekturbüros zusammengeschlossen und einen "Klima- und Biodiversitätsnotstand" ausgerufen. In der Erklärung heißt es, dass es einen "Paradigmenwechsel" geben müsse "um die gesellschaftlichen Anforderungen zu erfüllen, ohne dabei die ökologischen Grenzen unseres Planeten zu verletzen". Zu den Erstunterzeichnern aus 14 Ländern gehören unter anderem die Büros der britischen Star-Architekten Norman Foster und David Chipperfield und der verstorbenen Zaha Hadid, sowie die norwegischen Konstrukteure von Snøhetta. In Deutschland gibt es bisher 62 Unterzeichner.   

In der Erklärung weisen die Architekten darauf hin, dass die Baubranche für rund 40 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich ist. Weiter heißt es: "Zusammen mit unseren Bauherren werden wir Gebäude, Städte und Infrastruktur entwerfen und realisieren müssen, die Bestandteile eines größeren, regenerativen Systems sind."

Zum geforderten Wandel gehören für die Unterzeichner unter anderem die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien, ressourcenschonende Bauweise und Erhaltung  von Gebäudebestand statt Abriss und Neubau. Außerdem müsse Fachwissen zum Thema Nachhaltigkeit nach dem Open-Source-Prinzip geteilt werden. Neben den Architekten haben sich auch andere Akteure der Bauwirtschaft unter dem Label "Construction Declares" zusammengeschlossen.