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Advertorial: PalaisPopulaire in Berlin

"Wir wollen spannende Themenwelten neu miteinander verbinden"

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Ende September eröffnet am Boulevard Unter den Linden das PalaisPopulaire. Dort gibt es Raum für eine Mischung aus Kunst, Kultur und Sport. Monopol sprach mit der Leiterin des Hauses

Frau von Reichenbach, 1997 eröffnete die Deutsche Bank in Zusammenarbeit mit der New Yorker Solomon R. Guggenheim Foundation die Ausstellungshalle Deutsche Guggenheim, die seit 2013 als Deutsche Bank KunstHalle weitergeführt wurde. Ende September startet nun das PalaisPopulaire – was steckt hinter diesem Namen?
Der Name PalaisPopulaire ist Programm. Er steht für einen Ort, der zeitgemäß und offen ist, und der eine spannende Mischung aus Kunst, Kultur und Sport bietet. Hier steht uns etwa dreimal so viel Ausstellungsfläche wie bisher zur Verfügung, rund 900 Quadratmeter. Dadurch haben wir künftig zugleich die Möglichkeit, die Sammlung der Deutschen Bank permanent öffentlich zu zeigen. Das war sicher ein wichtiger Grund für das neue Forum. Zusätzlich zur Ausstellungsfläche haben wir zwei Veranstaltungsräume, in denen wir ein breit gefächertes Rahmenprogramm anbieten wollen - von Artists‘ Talks über Konzerte, Lesungen bis zu Filmvorführungen.

Die Kombination von Kultur und Sport ist ungewöhnlich. Was versprechen Sie sich davon?
Wir wollen spannende Themenwelten neu miteinander verbinden. Und möglichst vielen Menschen den Zugang zu diesen Welten eröffnen. Mit der Kooperation von Deutscher Bank und Guggenheim vor 20 Jahren wollten wir zeigen, dass durch die Zusammenarbeit eines Museums und eines Wirtschaftsunternehmens etwas Neues entstehen kann, ein Mehr für die Kunst nach dem Motto: eins plus eins macht drei. Jetzt wollen wir wieder einen Schritt nach vorne gehen und uns ganz bewusst thematisch breiter aufstellen.

Könnten Sie konkrete Beispiele nennen?
Im Oktober wird der Extremkletterer Stefan Glowacz im PalaisPopulaire beim Talk von seiner Grönland-Expedition "Coast to Coast" berichten. Es wird Lesungen und Filmvorführungen geben, die Sport und Kultur miteinander verbinden. Zusätzlich bieten wir auch ein Vermittlungsprogramm, das sich an alle Altersgruppen richtet. Ein Beispiel: Jugendliche können hier im Umfeld des Gebäudes künftig Parkour trainieren, den urbanen Hindernislauf, der ursprünglich aus den französischen Banlieues stammt. Da kommen Kultur und Sport noch einmal ganz anders zusammen.

Ihr neuer Standort ist das Berliner Prinzessinnenpalais, das sich im Besitz von Springer-Chef Mathias Döpfner befindet. Wie lange haben Sie vor, zu bleiben?
Wir haben einen Mietvertrag über zehn Jahre mit der Option auf eine Verlängerung um weitere zehn Jahre. Wir betrachten es als langfristiges Engagement. Der Ort ist für uns ideal. Er ist noch zentraler gelegen im historischen und kulturellen Berlin, an der Kreuzung zwischen dem Boulevard Unter den Linden und dem Bebelplatz, in der Nähe des Schlosses und der Staatsoper, gegenüber dem Deutschen Historischen Museum und der Humboldt-Universität.

Wie verträgt sich Ihr Anspruch eines modernen Kulturforums mit dem historischen Gebäude?
Es verträgt sich damit ganz wunderbar, denn das facettenreiche Gebäude verleiht unserem Konzept zusätzliche Spannung. Die Ursprünge des Rokoko-Palais liegen im 18. Jahrhundert, im Krieg wurde es komplett zerstört, in den 60er-Jahren baute es der Bauhaus-Schüler Richard Paulick als Operncafé wieder auf: mit historischer Fassade, aber im Inneren als Stahlskelettbau mit moderner Innenarchitektur. Für unsere Nutzung ist das ideal, denn dadurch haben wir jetzt große überspannte Räume, die wir flexibel bespielen können. Unser Innenausbau, den das Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi durchgeführt hat, wird die historischen Brüche sichtbar lassen. In dem Moment, wo man die Schwelle überschreitet, merkt man, dass man sich in einem modernen Haus befindet.

Die von Friedhelm Hütte kuratierte Eröffnungsausstellung "The World on Paper" stellt Werke aus der Unternehmenssammlung in den Mittelpunkt – sicher kein Zufall.
Richtig. Wir verfügen inzwischen über eine bedeutende Unternehmenssammlung, deren Meisterwerke wir zur Eröffnung des PalaisPopulaire im ganzen Haus zeigen wollen. Der Fokus unserer Sammlung lag von Beginn auf Zeichnungen und Arbeiten auf Papier im weiteren Sinn, so dass bald auch Fotografie dazu kam. Sie war immer zeitgenössisch ausgerichtet, anfangs fokussiert auf den deutschsprachigen Raum, mittlerweile global. In jedem Gebäude der Bank hängt Kunst aus der Sammlung, außerdem befinden sich viele Werke als Leihgaben in Museen. Mit "The World on Paper" werden wir alle drei Ausstellungsräume bespielen inklusive der Rotunde, die die Schweizer Künstlerin Zilla Leutenegger gestaltet.

Auf welche Arbeiten können sich die Besucher freuen?
Wir zeigen über 300 Werke von 133 Künstlern aus 34 Ländern – angefangen mit einem Werkblock von Joseph Beuys, der zu den ersten Ankäufen der Sammlung zählt, bis hin zu Basim Magdy, unserem „Künstler des Jahres 2016“. Gegliedert ist „The World on Paper“ in drei Kapitel: Wir zeigen erstens, wie sich im Zuge der Konzeptkunst das Medium der Zeichnung erweitert hin zur Verwendung von Sprache und Buchstaben. Wir präsentieren dann die Zeichnung als inneren Ausdruck der Künstlerpersönlichkeit. Und drittens zeigen wir, wie die Digitalisierung die Zeichnung heute in die nächste Dimension führt.

Wird es im PalaisPopulaire auch weiterhin Wechselausstellungen geben?
Ja, circa drei bis vier im Jahr. Dazu zählt die Ausstellungserie "Künstler des Jahres", die mit unserer gleichnamigen Auszeichnung verbunden ist, aber auch Kooperationen mit internationalen Partnern. So zeigen wir nach der Eröffnungsschau eine Skulpturenausstellung, die gemeinsam mit der Tate in London konzipiert wurde. Die Besucher werden also im PalaisPopulaire immer gleichzeitig eine Ausstellung aus der Sammlung und  eine Wechselausstellung sehen können.

 

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