Krieg am Golf

Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln

Rettungskräfte und Anwohner durchsuchen am 28.2.2026 im iranischen Minab die Trümmer nach einem Angriff auf eine Grundschule für Mädchen
Foto: Uncredited/Mehr News Agency/AP/dpa

Rettungskräfte und Anwohner durchsuchen am 28.2.2026 im iranischen Minab die Trümmer nach einem Angriff auf eine Grundschule für Mädchen

Am ersten Kriegstag kommen bei einem Luftangriff im Süden Irans fast 170 Schülerinnen ums Leben. Die iranische Regierung will den Ort in ein "Museum der Verbrechen Amerikas" umwandeln

Der Iran will die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln. "Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden", hieß es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.

Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie 4 Eltern ums Leben gekommen.

Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die "New York Times" und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.