Bauhaus und Digitalisierung

Jubiläum im Haus der Kulturen der Welt

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Zwischen Bauhaus, neuem Alphabet und der Digitalisierung von Kulturerbe feiert das Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) 2019 sein 30-jähriges Bestehen

Damit will sich die Institution als Haus der Gegenwartsforschung positionieren. 

Die Analyse des binären Codes von Algorithmen und DNA als Alphabetformen bildet nach Angaben von Intendant Bernd Scherer zu Jahresbeginn (10.-13.1.) einen der Schwerpunkte. Das System aus Eins und Null berge unendlich viele Differenzierungen. "Zwischen der Eins und der Null ist das Leben", sagte Scherer am Donnerstag in Berlin. 

Aus den Daten bedienen sich etwa Taxiunternehmen ohne Autos (wie Uber) oder Firmen mit Appartementvermietung ohne Wohnungen (etwa Airbnb). Somit entsteht laut Scherer aus Daten eine "Grundlage des digitalen Kapitalismus". Gezeigt werden soll auch, wie "Algorithmen die Hass-Aktivitäten fördern" auch jenseits der im Internet kommentierenden Akteure. Zudem präsentiert der Filmemacher Alexander Kluge fünf Podien etwa zur Frage nach sprachlicher Vielfalt im Zeitalter der Digitalisierung. 

Zum Bauhaus-Jubiläum 100 Jahre nach Gründung der Kunst- und Architekturschule will das HKW die internationale Geschichte nach weltweit neun Stationen die Ergebnisse des Ausstellungs- und Forschungsprojektes mit "bauhaus imaginista" in Berlin präsentieren (15.3-10.6.). Für "Find the File" (21.-24.3.) soll musikalisches Kulturerbe digitalisiert werden, etwa 50 Stunden Filmmaterial über den nigerianischen Kult-Musiker Fela Kuti. 

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