Hochdotierte Auszeichnung

Kerstin Brätsch bekommt den Zurich Art Prize 2027

Der Zurich Art Prize geht 2027 an die Künstlerin Kerstin Brätsch. Die Auszeichnung ist mit 130.000 Schweizer Franken dotiert und mit einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv verbunden

Die in Hamburg geborene Künstlerin Kerstin Brätsch ist die 20. Preisträgerin des mit insgesamt 130.000 Schweizer Franken dotierten Zurich Art Prize. Die Auszeichnung wird jährlich vom Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Company Ltd. vergeben.

Die Jury zeigte sich von Brätschs Fähigkeit beeindruckt, Malerei, Handwerk und konzeptuelle Kunst miteinander zu verbinden. "Kerstin Brätschs Werk ist so vielfältig wie tiefgründig, so verschachtelt wie flirrend", heißt es in der Begründung. "Grossformatige Werkreihen treffen bei ihr auf Installation, Skulptur und Performance; Bildträger wie Leinwand, Papier oder Glas existieren gleichberechtigt nebeneinander, und selbst die Art der Präsentation wird zu einem integralen Bestandteil des Werks."

Kerstin Brätsch hat an der Universität der Künste in Berlin und an der Columbia University in New York studiert. Seit 2024 hat Brätsch eine Professur für Malerei und Zeichnung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg inne. Ihre Arbeiten waren in Einzelausstellungen in internationalen Museen zu sehen, unter anderem im Kunstmuseum Bonn (2026), dem Munchmuseet Oslo (2025), im Ludwig Forum Aachen (2022) und dem Museum Brandhorst, München (2017). Jüngst hat Brätsch öffentliche Orte gestaltet, die benutzt und bewohnt werden, unter anderem den Spielplatz "Baubau" im Gropius Bau Berlin.

Im Zuge des Zurich Art Prize wird die Künstlerin ab Juni 2027 eine Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv in Zürich zeigen. Die Dotierung des Preises setzt sich aus einem Budget von 100.000 Franken für die Produktion der Schau und einer Preisgeldsumme von 30.000 Franken zusammen.

Zu den bisherigen Preisträgern des Zurich Art Prize zählen unter anderem Tino Sehgal, Leonor Antunes, Kapwani Kiwanga und zuletzt Artur Lescher und Rosa Barba.