Auszeichnung

Künsterin Al Qadiri aus Kuwait erhält Preis der Fellbacher Triennale

Monira Al Qadiri "OR-BIT IV", 2018, im Hintergrund: "Spectrum", 2016,15. Triennale Kleinplastik Fellbach, 2022
Foto: Peter Hartung

Monira Al Qadiri "OR-BIT IV", 2018, im Hintergrund: "Spectrum", 2016,15. Triennale Kleinplastik Fellbach, 2022

Die in Berlin lebende kuwaitische Künstlerin Monira Al Qadiri wird in diesem Jahr mit dem Preis der 15. Triennale Kleinplastik in Fellbach ausgezeichnet

Die mit 5000 Euro dotierte Ehrung erhält Al Qadiri am 1. Oktober. "Sie beeindruckt mit ihren poetisch-kritischen künstlerischen Arbeiten", würdigte Kuratorin Elke aus dem Moore am Montag die Preisträgerin. Al Qadiri arbeite mit verschiedenen Medien, komme in ihrem Werk aber immer wieder auf die Skulptur zurück. Bei der diesjährigen Triennale (4. Juni bis 3. Oktober) stellt die Künstlerin die drei Werke "Holy Quarter", "Spectrum" und "OR-BIT IV" aus. Die Arbeiten seien unter anderem aus ihren Recherchen über das historische und kulturelle Erbe des Perlenhandels in der Golfregion hervorgegangen.

Die 1983 im Senegal geborene Al Qadiri setzt sich in ihren Performances, Skulpturen und Videoarbeiten mit spekulativen Zukunftsentwürfen auseinander, darunter auch mit der Frage, wie es in ihrer Heimat nach der Zeit der Öl-Förderung weitergehen könnte. Sie beschäftigt sich zudem mit den Folgen von Korruption.

Die Fellbacher Triennale wurde 1980 als Forum zeitgenössischer Plastik ins Leben gerufen. Sie findet seitdem alle drei Jahre statt und hat sich zu einer international beachteten Ausstellung entwickelt.