Auftritt in der Staatsoper

Marina Abramović kritisiert strenge Zuschauerbegrenzung in Bayern

Die Performance-Künstlerin Marina Abramović während einer Fotoprobe für das Stück "7 Death of Maria Callas" im Nationaltheater in München
Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Performance-Künstlerin Marina Abramović während einer Fotoprobe für das Stück "7 Death of Maria Callas" im Nationaltheater in München

Kurz vor der Premiere ihres Bühnenwerks "7 Deaths of Maria Callas" hat sich die Performance-Künstlerin Marina Abramović gegen die strenge Begrenzung der Zuschauerzahlen bei Kulturveranstaltungen ausgesprochen 

Bei der Uraufführung ihres Werkes am 1. September in der Bayerischen Staatsoper werden nur 200 Zuschauer zugelassen - bei mehr als 2000 verfügbaren Plätzen. Das sei so wenig, dass man die Zuschauer von der Bühne aus nicht sehe, sagte Abramović am Freitag in München. "Es ist schrecklich, vor einem leeren Theater zu performen." In Bayern sind unabhängig von der Größe des Veranstaltungsortes momentan nur maximal 200 Zuschauer erlaubt. In anderen Bundesländern gilt diese strenge Deckelung nicht.

Die mit Spannung erwartete Inszenierung sollte eigentlich schon im April auf die Bühne kommen. Wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie konnte der Termin aber nicht eingehalten werden. In dem Werk beleuchtet Abramović anhand sieben berühmter Szenen der Sängerin Maria Callas aus Opern wie Carmen, Otello oder La traviata sowohl die tragischen Schicksale der Bühnenfiguren als auch das Leben der Sängerin.

"Es geht um das Sterben an einem gebrochenen Herzen, um den Tod aus Liebe", erklärte Abramović, die sich seit ihrer Kindheit mit Maria Callas beschäftigt. Die Vorstellung wird kostenlos am 5. September live auf Staatsoper.TV, BR-Klassik Concert und Arte Concert übertragen.