Kunstbetrieb und Klimawandel

So kann es nicht weitergehen!

"Extinction Rebellions" Protestaktion in der National Portrait Gallery
Foto: Courtesy Extinction Rebellion

"Extinction Rebellion"-Aktivistinnen protestieren in der National Portrait Gallery in London gegen den Ölkonzern BP als Sponsor des Museums

Künstler und Künstlerinnen sind Experten für die Zukunft: Sie entwickeln Utopien, denken jenseits des Mainstreams, finden überraschende Lösungen. All diese Fähigkeiten brauchen wir dringend angesichts der Klimakrise. Nur: Zurzeit sieht es aus, als sei der Kunstbetrieb eher Teil des Problems als Teil der Lösung

So wie bisher kann es nicht weitergehen, das hat die "Fridays for Future"- und die "Extiction Rebellion"-Bewegung klargemacht. Auch in der Kunstwelt ist ökologisches Engagement weit verbreitet, zahllose Kunstwerke beschäftigen sich mit Umweltzerstörung und Klimawandel. Gleichzeitig ist der globalisierte Kunstbetrieb aber alles andere als nachhaltig. Wenn sich Vielflieger auf ressourcenfressenden Ausstellungen über Ökologie unterhalten, sei das nichts als Heuchelei, so eine oft geäußerte Kritik.

Monopol möchte in seinem Novemberheft nicht beim Vorwurf des "Greenwashing" stehen bleiben. In einem großen Schwerpunkt zur grünen Wende in der Kunst zeigen wir, was Museen weltweit jetzt schon tun, um Ressourcen zu schonen. Und wir formulieren Sofortmaßnahmen für einen nachhaltigeren Kunstbetrieb. Denn es ist Zeit für "Museums for Future".

Außerdem im Novemberheft: Wie junge Frauen in New York den Surrealismus kapern. Plus: Eine Hommage an den großen Fotografen Robert Frank.

Monopol-Chefredakteurin Elke Buhr spricht hier mit Detektor.fm über das neue Heft: