Kunst-Highlights in Hessen

Im Radius

Kunstherbst in Hessen: Von Werner Tübkes Zeichnungen im Städel über Harry Gruyaerts Farbfotografie bis zu Nevin Aladağs Installation auf der Mathildenhöhe – Rhein/Main bietet jetzt Ausstellungen, die man nicht verpassen sollte


Kunststiftung der DZ Bank

Die DZ BANK verfügt über eine ausgezeichnete Sammlung von Fotokunst. Davon ausgehend, bringt die Ausstellung "Kybernetik. Vernetzte Systeme" in der Kunst­stiftung der Bank interdisziplinäres Denken und Analysieren von Zusammenhängen zwischen Leben, Kunst, Wissenschaften und Technologie auf den Punkt.

"Kybernetik. Vernetzte Systeme", Frankfurt am Main, bis 18. Oktober 

 


Deutsche Börse Photography Foundation

Die Sammlung und die Ausstellungen bringen immer wieder internationale Newcomer sowie wichtige historische Positionen in den Fokus. Der 1941 in Antwerpen geborene Harry Gruyaert ist ein europäischer Pionier der Farbfotografie. Mit seinem außergewöhnlichen Gespür für die Inszenierung von Farbe und Raum erfasst er Landschaften und urbane Szenen auf seinen Reisen durch Ägypten, Indien, Marokko, die USA, Russland, Spanien oder Frankreich.

Harry Gruyaert "A World in Colour", The Cube, Eschborn, 4. September bis 25. Januar 2026


Museum Wiesbaden

Der Bestand des Museums hat mit Namen wie Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Ida Kerkovious und Max Pechstein große Strahlkraft. Selten ausgestellte Künstlerinnen wie Erma Bossi, Elisabeth Epstein oder Ilona Singer und Skulpturen von Ernst Barlach oder Milly Steger ergänzen die herausragende Sammlung. In der ­Ausstellung wird ihre Geschichte erzählt und dabei museale Arbeit sichtbar gemacht.

"Feininger, Münter, Modersohn-Becker … Oder wie Kunst ins Museum kommt",  Wiesbaden, 5. September bis 26. April 2026


Mathildenhöhe Darmstadt

Die Mathildenhöhe zählt international zu den interessantesten Jugendstil-Ensembles. Die Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Künstlerkolonie steht auf der UNESCO-Welterbe-Liste. Dass die Künstlerin Nevin Aladağ mit ihrem feinen Gespür für Ornamentik, Textur und angrenzende Disziplinen wie Musik und Performance hier ausstellt, ist absolut folgerichtig. Ihre Installation geht auf die Besonderheiten des Orts ein.

Nevin Aladağ "Raise the Roof", Darmstadt, bis 1. Februar 2026


Städel Museum

"Zeichnen ist elementares Bedürfnis, alles andere kommt dann", sagte Werner Tübke, einer jener wichtigen Maler der DDR. Der "FAZ"-Kunstkritiker Eduard Beaucamp verteidigte den Platz dieser Malerei in der Kunstgeschichte schon früh. Seine Schenkung an das Städel Museum – exquisite Zeichnungen und Aquarelle – sind jetzt dort ausgestellt.

"Werner Tübke – Metamorphosen", Frankfurt am Main, bis 28. September


Kurpark Bad Homburg

Die Blickachsen zählen zu den schönsten Open-Air-Kunsterlebnissen in der gesamten Region. Im Kurpark mit seinem alten Baumbestand sowie im Schlosspark und dem Gustavsgarten stehen immer wieder sorgfältig kuratiert Skulpturen namhafter Gegenwartskünstlerinnen und -künstler. Dieses Mal mit Werken von Judith Hopf, Manfred Pernice, Alexandra Bircken, Thomas Schütte und vielen mehr.

Blickachsen 14, Bad Homburg vor der Höhe, bis 5. Oktober

Thea Moeller "Sign", 2025
Foto: Courtesy Stiftung Blickachsen gGmbH und Künstlerin, © Thea Moeller / VG Bild­-Kunst, Bonn 2025

Thea Moeller "Sign", 2025

Dieser Artikel erschien zuerst in Monopol 09/2025.