Video-Rundgang über die Art Karlsruhe

Immer wieder alles neu

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In ihrem 13. Jahr ist Karlsruhes große Kunstmesse eine Institution geworden. Und gleichzeitig ist immer wieder alles neu: Es ist die Kunst, die die Galeristen auf die Messe bringen, die immer anders ist. Wir haben die Art Karlsruhe mit der Kamera besucht

Auf der 13. Ausgabe der internationalen Schau für Klassische Moderne und Gegenwartskunst präsentieren sich 211 Aussteller aus 13 Ländern - in etwa so viele wie im Vorjahr. "Nie waren mehr ausländische Galeristen zu Gast auf der Art Karlsruhe", sagte Kurator Ewald Schrade am Mittwoch. Jeder vierte Galerist komme nicht aus Deutschland. Die Messe im Sammlerland Baden-Württemberg gelte wegen ihrer Nähe zu Frankreich und der Schweiz besonders interessant als Handelsplatz für Kunst.

Rund 1500 Künstler zeigen bis 21. Februar etwa 7000 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotos und Installationen. Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto "Mensch. Markt. Kunst". Wie auch im vergangenen Jahr werden rund 50 000 Besucher erwartet.

Charakteristisch für die Art Karlsruhe sind die Skulpturenplätze in den vier Hallen, 19 an der Zahl in diesem Jahr. Außerdem zeigen 179 Künstler ihre Werke in One-Artist-Shows. Begleitet wird die Kunstmesse von Live-Performances.

 

Auf der Messe bekam der Künstler Justin Almquist den Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift. Er könne, wie der Juror Matthias Mühling sagte, "ohne die Floskeln der Kunstgeschichte überzeugen."

Der 1976 geborene Almquist hat in New York und München studiert, wo er seit 2003 lebt. Seine Arbeiten kann man zum Beispiel in der Graphischen Sammlung der bayrischen Landeshauptstadt betrachten. Seit neuestem macht er auch Arbeiten in Pappmaché. Und Hüte aus Zeitungspapier: Für seine Reihe "Skull Hats" hat er sich an den Calaveras, den Totenköpfen mexikanischen Kunst orientiert. Gelegenheit dazu hatte Almquist während eines Stipendienaufenthalts bei Donald Judds Chinati Foundation in Texas.

 

Auf der Art Karlsruhe ist in diesem Jahr eine Sonderschau zum Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner zu sehen. Unter dem Titel "Der Maler als Fotograf" präsentiert das Kirchner Museum Davos dort einige fotografische Werke der Künstlers zum ersten Mal. Kirchner nutzte Fotografien vielfach als Vorlagen für seine Werke - oder auch als Dokumentation seiner Gemälde.

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