Dresden

Kunstsammlungen suchen Gegenstände mit "Schokoladenmädchen"

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Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) widmen ihrem berühmten "Schokoladenmädchen" eine Ausstellung und bitten dafür um Mithilfe

Wer einen Alltagsgegenstand mit dem Motiv der Figur besitze, könne ihn den Kunstsammlungen für die Ausstellung vom 28. September bis 6. Januar überlassen, teilte die SKD am Donnerstag mit. Das "Schokolodenmädchen" des Schweizer Malers Jean-Etienne Liotard entstand um 1744 während eines Aufenthaltes des Künstlers in Wien. Schon im 18. Jahrhundert war es äußerst beliebt.

Seither wurde es ähnlich wie die Engel am unteren Bildrand von Raffaels "Sixtinischer Madonna" vielfach kopiert und auf Tassen, Dosen, Regenschirme oder Servietten gedruckt. Auch als Kühlschrankmagnet ist die "Chocolatière" zu haben. Am 24. März wollen die Kunstsammlungen die potenziellen Ausstellungstücke der Bürger im Hans-Nadler-Saal des Residenzschlosses begutachten. Zuvor wird um eine Anmeldung unter der Mailadresse schokoladenmädchen@skd.museum gebeten.

Liotards Pastell "Das Schokoladenmädchen" zählt zu den Hauptwerken der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister. Ein Kunsthändler erwarb es 1745 in Venedig direkt vom Künstler für die Sammlung in Dresden. Die Darstellung einer Hausangestellten war bis dato ein seltenes Motiv. Nach Darstellung von Experten nimmt das Bild zugleich die Kunst der Aufklärung und den Realismus des 19. Jahrhunderts vorweg.

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