Berlin

Leap kauft Rosefeldt-Arbeit für Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Julian Rosefeldt, Szene aus "Deep Gold", 2013/2014
Foto: courtesy Leap

Julian Rosefeldt, Szene aus "Deep Gold", 2013/2014

Die mäzenatische Organisation Leap hat für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine Arbeit des Berliner Künstlers Julian Rosefeldt angekauft

Die langen glitzernden Ketten schwingen um den ekstatisch tanzenden nackten Körper, das geschminkte Gesicht des Tänzers drückt Hingabe und Lust aus. Die Videoarbeit "Deep Gold" des Künstlers Julian Rosefeldt beschwört die exzessive Lebenslust des Berlins der 1920er-Jahre herauf, aber schließt mit surrealen Bildwelten und opulenten Settings an heutige Fragen nach Geschlecht, Miteinander und beunruhigenden politischen Entwicklungen an. Seit der Wiedereröffnung der Neuen Nationalgalerie wird der Film im Untergeschoss gezeigt, wo er sich als Auftakt oder Endpunkt der Ausstellung "Kunst der Gesellschaft, 1900 bis 1945" im Umfeld der Gemälde der Neuen Sachlichkeit schlüssig zu einem Besuchermagneten entwickelte.

Kürzlich wurde das Werk des 1965 geborenen Videokünstlers offiziell der Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben, ermöglicht durch die mäzenatische Organisation Leap. Die Philantropin Bettina Böhm hatte sich 2021 aus dem internationalen Verband Outset Germany Switzerland gelöst und die ähnlich, aber unabhängig und pragmatischer agierende neue Organisation Leap gegründet, die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung und Mäzenatentum zusammenführt und bedeutende Beiträge zu öffentlichen Sammlungen möglich macht.

Schon 2016 hatte die Vorgängerorganisation von Leap, Outset Germay Switzerland, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine wichtige Videoarbeit übergeben: "Love Story" von Candice Breitz. Weitere Eingänge in die Sammlungen wie ein Gemälde von Anne Imhof ("Untitled", 2017) zählen zu den bisherigen Verdiensten.

Leap ruft jährlich einen sogenannten "open call" aus, bei dem sich öffentliche Institutionen mit ihrem Projektantrag bewerben können.