ZERO-Kunst

Mack-Bild für Kunstsammlung des NRW-Landtags

Andre Kuper (CDU, r), nordrhein-westfälischer Landtagspräsident, und Valeria Mack, Tochter des Künstlers Heinz Mack, vor dem Bild "Ohne Titel XXV" von Heinz Mack von 2018
Foto: dpa

Andre Kuper (CDU, r), nordrhein-westfälischer Landtagspräsident, und Valeria Mack, Tochter des Künstlers Heinz Mack, vor dem Bild "Ohne Titel XXV" von Heinz Mack von 2018

Die Kunstsammlung des nordrhein-westfälischen Landtags ist um ein aktuelles Werk des ZERO-Künstlers Heinz Mack (88) reicher

Macks Tochter Valeria übergab dem Parlament am Mittwoch eine farbkräftige abstrakte Malerei, die der in Mönchengladbach lebende Mack als Teil einer Serie 2018 auf der Insel Ibiza geschaffen hatte.

Mack hatte im Außenbereich des Landtags bereits Ende der 1980er-Jahre einen kreisförmigen Brunnen aus Edelstahl und Glas angelegt, dessen kreisrunde Form mit dem Plenarsaal korrespondiert. Ihr Vater verstehe sich als "Bildhauer und Maler", sagte Valeria Mack. Sie unterstrich die Faszination Macks für leuchtende Farben und Licht.

Mack war Ende der 1950er-Jahre Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO, zu der auch Otto Piene und Günther Uecker gehörten. Macks monochrome Reliefs und Raster aus der ZERO-Zeit sind heute Klassiker der Moderne.

Die Kunstsammlung des Landtags umfasst rund 600 Werke. Hochkarätige Arbeiten von Uecker, Piene, Jörg Immendorff oder Ewald Mataré sind im Landtagsgebäude ausgestellt. Das neue kleinformatige Bild Macks wird dauerhaft in der Bürgerhalle zu sehen sein.

Heinz Mack war in den vergangen Tagen in die Schlagzeilen geraten: Der ehemalige Kunstberater und verurteilte Millionenbetrüger Helge Achenbach hat enthüllt, dass er Mack Ende der 80er-Jahre für 2,5 Millionen Mark rund 50 Werke abgekauft hatte - und dann Zweifel bekam. Die Werke seien teilweise neu bearbeitet oder retuschiert worden. Macks anwalt widersprach diesen Angaben.