Das teilte ihre Pariser Galerie Sans titre mit. Angaben zur Todesursache wurden nicht gemacht.
Kamps, 1990 in Köln geboren, lebte zuletzt in Chicago. Sie studierte zunächst Philosophie an der Freien Universität Berlin, bevor sie an die Kunstakademie Düsseldorf wechselte. Dort war sie Meisterschülerin der Malerinnen Tomma Abts und Elizabeth Peyton.
In ihren Arbeiten bewegte sich Kamps zwischen Figuration und Abstraktion. Mit lasierenden Farbflächen, Aquarell- und Zeichentechniken schuf sie fragile Bildwelten, in denen Erinnerung, Vergänglichkeit und Wahrnehmung zentrale Themen waren. Ihre oft traumartigen Motive zeigten schemenhafte Figuren, Pflanzen oder alltägliche Szenen, die wie im Verschwinden begriffen wirkten. Der Maler André Butzer beschrieb ihre fließenden Farbformen einmal als "stains" – Flecken oder Spuren, die sich über die Leinwand ausbreiten und dabei menschliche Figuren nur andeuten.
Kamps veröffentlichte auch Gedichte
Seit 2021 wurde Kamps von der Galerie Sans titre in Paris vertreten. Einzel- und Gruppenausstellungen führten sie unter anderem nach Chicago, Hongkong, Mailand, Berlin und Zürich. Erst Anfang des Jahres war eine Einzelausstellung bei der Galerie Christine Mayer zu sehen. Neben ihrer Malerei veröffentlichte Kamps auch Gedichte und Künstlerbücher.
Die Galerie Sans titre würdigte Kamps als "Künstlerin von seltener Sensibilität". Ihr Werk werde durch die gemeinsamen Ausstellungen und die Erinnerungen derjenigen weiterleben, die ihr begegnet seien.