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Mannheims neue Kunsthalle plant im Eröffnungsjahr große Ausstellungen

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Mit spektakulären Ausstellungen will Mannheims neue Kunsthalle in diesem Jahr Besucher anlocken

"Wir wollen im Eröffnungsjahr symbolisch Leistungskraft beweisen", sagte Direktorin Ulrike Lorenz der Deutschen Presse-Agentur. Auf viel Interesse dürfte vor allem im Herbst die Schau "Die Konstruktion der Welt: Kunst und Ökonomie" mit Werken aus den USA und der früheren Sowjetunion stoßen. "Wir widmen uns einem äußerst komplexen Thema - nämlich dem Einfluss von ökonomischen Großbewegungen auf Künstler und Kunst in der Zwischenkriegszeit im 20. Jahrhundert", sagte Lorenz.

Dazu zeige das Museum auch die deutsche Kunst der Neuen Sachlichkeit. "Damit nicht genug: Uns interessiert, was die Gegenwart macht. 2008 gab es eine globale Bankenkrise. Wie hat sich die Kunst unter diesen Umständen verändert? Die vergangenen zehn Jahre zeigen wir im internationalen Vergleich", sagte Lorenz. Das Haus werde "mit einem Schlag die Komplexität der künftigen Sammlungsstruktur zeigen".

Die 68,3 Millionen Euro teure Kunsthalle gilt als Deutschlands derzeit größter Museumsneubau. Im Dezember stand ein Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Programm, bei dem die Projektleitung der Stadt den Schlüssel überreichte. Die Eröffnung des Hauses ist nach Abschluss der Arbeiten für den 1. Juni 2018 geplant.

Zunächst geht es dann mit dem kanadischen Fotografen Jeff Wall los. "Das ist ein fast klassischer zeitgenössischer Künstler mit einem wirkungsvollen Werk", sagte Lorenz. "Wir wollen markant formulieren, was künftig eine Richtung für die Sammlungsentwicklung sein könnte."

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