Uraufführung in München

Marina Abramovic schreibt eine Oper

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Die Performancekünstlerin Marina Abramovic will ihr "Seven Deaths"-Projekt auf die Bühne der Bayerischen Staatsoper bringen

Das Projekt entstand vor beinah 30 Jahren und war ursprünglich als Kino-Hommage an die Opernsängerin Maria Callas gedacht. Dazu wollte die in Belgrad geborene und heute in New York lebende Künstlerin sieben berühmte Filmregisseure engagieren. Abramovic will Callas spielen, die in sieben Opern-Rollen sieben Tode stirbt. The norwegische Autor Petter Skavlan hat dazu ein Drehbuch geschrieben, die Regisseure Roman Polanski, Alejandro González Iñárritu, Marco Brambilla, Giada Colagrande und Yorgos Lanthimos hatten bereits zugesagt. Später haben Polanski und Iñárritu das Projekt wieder gecancelt.

Laut "The Art Newspaper" will Abramovic diese Idee nun 2020 auf der Opernbühne umsetzen. Nach der Bayerischen Staatsoper soll die Produktion im Londoner Covent Garden zu sehen sein. Die 71-Jährige sagte der britischen Zeitung, dass sie permanent an den Tod denkt: "Ich bin mir bewusst, dass dies der letzte Abschnitt meines Lebens ist. Wie viel Zeit habe ich wirklich noch und wie gibt man das, was man in seinem Leben erreicht hat, an zukünftige Generationen weiter? Das beschäftigt mich sehr."

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