Gerhard Richter steht 2025 erstmals an der Spitze des Monopol-Top-100-Rankings. "Aus unserer Perspektive war Richter schon lange eher in der Kunstgeschichte zu verorten als dort, wo die Debatten der Gegenwart geführt werden", schreibt Monopol-Chefredakteurin Elke Buhr in der Dezemberausgabe. "Doch in diesem Herbst war der 93-jährige Gerhard Richter plötzlich wieder der Künstler der Stunde. Die große Retrospektive in der Fondation Louis Vuitton in Paris, die im Oktober eröffnete, wurde gefeiert – von 'Le Monde' bis zur 'New York Times'. Und auch viele jüngere Künstlerkolleginnen und -kollegen sagten uns: Das muss man sehen – hier vollendet sich ein Werk."
Auf Platz zwei des Rankings steht diesmal eine ganze Region: die Golfstaaten. Mit der Art Basel Qatar und der Frieze Abu Dhabi, beide für 2026 angekündigt, planen die zwei wichtigsten Messekonzerne ihre Expansion in den Nahen Osten. Und nirgendwo sonst wird derzeit so viel in Museumsbauten und kulturelle Infrastruktur investiert. "Die neuen Messen und Museen sind Teil einer geopolitischen Verschiebung historischen Ausmaßes. Die Staaten am Golf sind zum Zentrum eines mächtigen Wandels geworden. Wie ein Magnet ziehen sie das globale Kapital an", heißt es im Magazin.
Unter den 20 Erstplatzierten finden sich außerdem die US-amerikanischen Künstlerinnen Kara Walker und Amy Sherald, der südafrikanische Künstler William Kentridge, der Museumsdirektor Max Hollein, die Mäzenin Miuccia Prada sowie die Galeristen Iwan und Manuela Wirth.
Weitere Themen: In einem Report spricht Monopol mit Museumsleuten und Künstlern über die Erosion der Kunstfreiheit in den USA – und die Widerstände dagegen. In einem Fotoportfolio entdeckt Christine Fenzl hinter den Fassaden des autokratischen Saudi-Arabiens rasanten Wandel und selbstbewusste Frauen.
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