DJ Westbam schraubte, von Gemälden umgeben, an einem Track. Zwei betagte Darsteller drehten sich in einem behutsamen Tanz. Schauspieler lagen nackt auf den Museumsbänken. "Alternde Meister" hieß die von Lucas Cranachs Gemälde "Der Jungbrunnen" inspirierte Performance, mit der Ersan Mondtag gemeinsam mit Nadim Samman zur Berlin Art Week das Thema Vergänglichkeit in Szene setzte und dabei der altehrwürdigen Gemäldegalerie neues Leben einhauchte.
Ersan Mondtag ist in der Kunstszene kein Neuling. Schon vor zwei Jahren zog er die internationale Aufmerksamkeit auf sich, als er gemeinsam mit Yael Bartana den deutschen Pavillon bei der Venedig-Biennale bespielte. Doch sein Hauptbetätigungsfeld ist immer noch die Bühne – und der 1987 in Berlin geborene Regisseur arbeitet an den wichtigsten Orten der deutschsprachigen Theater- und Opernwelt: von den Salzburger Festspielen über das Burgtheater Wien bis zum Berliner Ensemble. Mondtag ist dabei meist nicht nur für die Regie, sondern auch für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich.
Wie er von einer Kreuzberger Theater-AG aus den Weg in die großen Häuser der Welt fand, was seine Mutter zu seinen oft gewagten Inszenierungen sagt und wie er seine Ausflüge in die Kunstszene findet, bespricht er mit Monopol-Chefredakteurin Elke Buhr in dieser Folge des Podcasts "Kunst und Leben".
Der Monopol-Podcast "Kunst und Leben", moderiert von Sara-Marie Plekat ist eine Kooperation von Monopol und Detektor.FM. Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt. Die aktuelle Folge finden Sie auch direkt hier: