Die Biennale und der Krieg

Monopol TV in Venedig (2)

Eine Holzkonstruktion und aufgestapelte Sandsäcke in den Giardini. In der "Piazza Ucraina" sollen hinter den Sandsäcken Arbeiten von ukrainischer Künstlerinnen und Künstler hinterlegt werden, die nicht reisen können
Foto: dpa

 "Piazza Ucraina" in den Giardini

Der Ukraine-Krieg ist auch auf der Venedig-Biennale präsent. Monopol TV berichtet, wie die Biennale-Leitung, der ukrainische Pavillon und der Mäzen Wiktor Pintschuk mit Kunst auf den bewaffnetet Konflikt reagieren

Als Maria Lanko, Lizaveta German und Borys Filonenko als Kuratorenteam des ukrainischen Pavillons ihre Wahl trafen, konnten sie noch nicht ahnen, in welches Chaos ihr Land, der Rest der Welt und auch die Biennale 2022 gestürzt werden würden. Vor zwei Jahren entschieden sie sich für den bekannten ukrainischen Künstler Pawlo Makow. "Wer sonst?", dachten sie. Der Bildhauer und Autor mit naturwissenschaftlicher und architektonischer Expertise zählt zu den bekanntesten Künstlern der Ukraine. Zwei Jahre später ist Krieg, Künstler, Kuratoren und Werk verlassen das Land auf abenteuerliche Weise.

Während der russische Pavillon auf Wunsch seiner Kuratoren geschlossen bleibt, bekommt die Ukraine prominente Unterstützung. Die Biennale-Leitung hilft bei der Umsetzung, der Oligarch und große Kunstliebhaber Wiktor Pintschuk setzt die Ausstellung seines Future Generation Art Prize in Venedig aus und stellt stattdessen binnen drei Wochen eine Ausstellung mit dem Titel "Defending our Freedom" auf. Den handgeschriebenen Titel auf dem Ausstellunsbanner hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beigesteuert, der sich zur Eröffnung auch mit einer Videobotschaft gemeldet hat.

Und Werke, die direkt aus dem Kriegsgebiet gesandt und auf dem Biennale-Gelände installiert wurden, geben Einblick in eine unvorstellbare Realität, mitten in den Giardini.

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