Sexarbeit gehört zu den ältesten Motiven der Kunstgeschichte. Sie begegnet uns auf antiken Vasen ebenso wie in den Pariser Bordellszenen von Toulouse-Lautrec, in Otto Dix' Großstadtbildern oder in der zeitgenössischen Fotografie. Mal steht sie für Verführung, mal für Elend, mal für Freiheit oder gesellschaftlichen Aufstieg. Die Menschen hinter diesen Bildern bleiben dabei oft im Hintergrund.
Die Bundeskunsthalle Bonn nimmt diese Darstellungen nun zum Ausgangspunkt einer großen kulturhistorischen Ausstellung. "Sex Work. Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit" versammelt Kunstwerke, Fotografien, historische Objekte und Dokumente aus mehr als zwei Jahrtausenden. Der Rundgang führt von der Antike über das Mittelalter und die Kolonialzeit bis in die Gegenwart und zeigt, wie eng die Geschichte der Sexarbeit mit Fragen nach Moral, Religion, Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Macht verbunden ist.
Dabei interessiert sich die Ausstellung nicht nur für den Blick von außen. Gemeinsam mit einem Kollektiv forschender Sexarbeiter:innen entstanden, rückt sie auch die Perspektiven derjenigen in den Mittelpunkt, über die so lange vor allem andere gesprochen haben. Persönliche Objekte aus dem Archiv "Objects of Desire" treffen auf Werke der Kunstgeschichte und machen deutlich, wie unterschiedlich sich Sexarbeit zwischen Selbstbestimmung, Stigmatisierung und Zwang erzählen lässt.
Für die Ausstellung "Sex Work. Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit" in der Bundeskunsthalle Bonn verlost Monopol 5 × 2 Eintrittskarten. Für die Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff "Sex Work" sowie Ihrem Vor- und Nachnamen bis Donnerstag, 30. Juli, 14 Uhr, an online@monopol-magazin.de. Die Tickets werden für die Gewinnerinnen und Gewinner an der Kasse hinterlegt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.