Rodney Graham in München

Was ist Musik?

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Ob in der Malerei, der Fotografie, dem Film oder bei Skulpturen, das Werk des Kanadiers Rodney Graham lebt von der Musik – auch in seiner neuen Einzelausstellung in der Münchner Galerie Rüdiger Schöttle

Da steht ein Cello auf einem Perserteppich: eine Spezialanfertigung ohne F-Löcher. Was macht man damit? Einen humoristischen Hinweis gibt der Titel: "Large Rattle", große Rassel. Daneben "Black Tapestry": Hier übermalte Graham 25 LP-Cover von Carole Kings gleichnamigem Album aus dem Jahr 1971. Die Farben und Maltechniken lassen die Cover mal abstrakt, mal wie barocke Vermeer-Malereien erscheinen.

Anfang der 80er-Jahre gründete Rodney Graham mit Künstlerfreunden die Punkband UJ3RK5. Zur selben Zeit entdeckte das US-Musikmagazin "Circus" die "Hair Metal Music". Für seine neue Serie "Rock Paintings" übermalte Graham Seiten des Magazins mit Sprühfarbe und collagierte sie auf Leinwände.

Graham wird zum malenden Archivar einer vergangenen Musikepoche und pflegt sein Lieblingsstilmittel, das Zitat im Zitat, wie ein geliebtes altes Gitarrenriff.

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