Energiekrise

Museen rechnen mit 100 Millionen Mehrkosten

 Blick auf die Lichtinstallation des US-Künstlers Dan Flavin an der Außenfassade des Museum Hamburger Bahnhof in Berlin. Aus Solidarität in der Energiekrise hat das Museum die Lichtinstallation ausgeschaltet
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Blick auf die Lichtinstallation des US-Künstlers Dan Flavin an der Außenfassade des Museum Hamburger Bahnhof in Berlin. Aus Solidarität in der Energiekrise hat das Museum die Lichtinstallation ausgeschaltet

Angesichts der Energiekrise hat der Deutsche Museumsbund vor enormen Mehrkosten für die Museen gewarnt

Mit mindestens 100 Millionen Euro zusätzlichen Energiekosten rechnete der Verband für das Jahr 2023. "Nach pandemiebedingten Einnahmeverlusten werden viele Museen diese Mehrkosten aus ihren Budgets nicht decken können", hieß es in einer Mitteilung von Mittwoch. Auf größere Museen könnten zusätzliche Ausgaben von bis zu 200 000 Euro im Jahr zukommen, sagte eine Sprecherin des Verbands. "Die müssen abgefedert werden."

Die Museen arbeiteten aktiv daran, das von der Bundesregierung vorgegebene Ziel umzusetzen, 20 Prozent an Energie einzusparen.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth hatte im Oktober wegen der hohen Energiekosten Hilfe für Kultureinrichtungen vom Bund angekündigt. Dies ist aus Sicht des Verbands eine wichtige Unterstützung. Das Geld sei aber noch nicht freigegeben, sagte die Sprecherin. Der Bund solle dieses Energiepaket nun einfach und unbürokratisch bereitstellen.