"Dringend notwendige Perspektive fehlen bis heute", hieß es am Dienstag in einer Mitteilung. "Die aktuelle Schließung der Kultureinrichtungen bedeutet für die Museen jeden Tag eine weitere Verschärfung ihrer seit Monaten angespannten Situation." Viele Häuser seien wegen ausbleibender Einnahmen in ihrer Existenz bedroht. "Als Erlebnis- und Bildungsorte sind Museen für eine positive gesellschaftliche Entwicklung unverzichtbar. Gerade in Krisenzeiten, wie wir sie seit Monaten erleben, geben sie Halt, Hoffnung und Zuversicht."
Für mehr Planungssicherheit fordert der Museumsbund "von Seiten der politischen Entscheidungsträger dringend eine verbindliche Öffnungsstrategie". Die Museen seien bereit und hätten umfassende Hygiene- und Abstandsregeln eingeführt und erfolgreich umgesetzt. Beim Robert Koch-Institut heißt es zu den Infektionswegen: "Zusätzlich findet in zahlreichen Kreisen eine diffuse Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in der Bevölkerung statt, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar sind. Das genaue Infektionsumfeld lässt sich häufig nicht ermitteln."
Die Schließung von Einrichtungen wie Museen wurde auch mit der generell nötigen Verringerung von Kontakten begründet, etwa bei der An- und Abfahrt mit öffentlichem Nahverkehr.