Fall Khashoggi

New Yorker Museen verzichten auf saudische Mittel

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In der Affäre um den verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi überdenken zwei renommierte Museen in New York ihre Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien

Das Metropolitan Museum und das Brooklyn Museum wollen finanzielle Mittel von Gruppen, die der saudischen Regierung nahestehen, anders als zuvor geplant nicht nutzen. Eigentlich war das Geld für eine Ausstellung zu syrischen Flüchtlingen in Brooklyn sowie ein Met-Seminar zu Kuratoren-Arbeit im Nahen Osten vorgesehen. Beide Angebote waren Teil einer ein Jahr dauernden Initiative zu Kunst und Bildung im arabischen Raum.

Das Met wolle das Nahost-Seminar "im Lichte jüngster Entwicklungen" nun selbst finanzieren, teilte Met-Präsident Daniel Weiss mit. Laut "New York Times" ging es um eine Summe von weniger als 20 000 Dollar. Das Brooklyn Museum teilte mit, dass die saudischen Mittel "im Lichte jüngster Entwicklungen und im Einklang mit Bedenken der internationalen Gemeinschaft" nicht genutzt würden.

Khashoggi war am 2. Oktober in das saudi-arabische Konsulat in Istanbul gegangen, um dort Papiere für seine geplante Hochzeit abzuholen. Seitdem ist er verschwunden. Saudi-Arabien steht im Verdacht, für den Tod des Journalisten verantwortlich zu sein. Das saudische Königshaus beteuert dagegen seine Unschuld.

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