Die Galerien Burster, Gudmundsdottir und Super Super Markt stehen auf der Shortlist für den diesjährigen VBKI-Preis Berliner Galerien. Das teilten die Veranstalter am Montag mit. Welche der drei Galerien den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis erhält, wird am 11. September im PalaisPopulaire im Rahmen der Berlin Art Week bekannt gegeben.
Der insgesamt mit 15.000 Euro ausgestattete Preis wird 2026 zum zehnten Mal vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) gemeinsam mit dem Landesverband Berliner Galerien (lvbg) vergeben. Bewerben konnten sich Berliner Galerien, die seit mindestens drei und höchstens 15 Jahren bestehen und zur Berlin Art Week (9. bis 13. September) ein Ausstellungsprojekt realisieren. Die beiden weiteren Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.
Die Jury wählte die drei Galerien anhand ihrer eingereichten Konzepte aus. Anfang September werden die Jurymitglieder die Ausstellungen vor Ort besuchen und anschließend den Preisträger bestimmen. In die Bewertung fließen neben dem Ausstellungsvorhaben auch der Gesamtauftritt der Galerie ein.
Die drei Nominierten
Die Galerie Burster, die Standorte in Berlin und Karlsruhe unterhält, zeigt zur Berlin Art Week die internationale Gruppenausstellung "Trace Metals", die sich mit urbanen Räumen, Materialität und gesellschaftlichen Fragen der Stadt auseinandersetzt.
Die Gallery Gudmundsdottir präsentiert mit "Rhetorical Silence" eine Einzelausstellung des Künstlers Mathias Gramoso. Kernstück ist eine siebentägige Performance in einer abgeschlossenen Sphäre, deren materielle und akustische Spuren anschließend Teil der Ausstellung werden.
Super Super Markt, 2022 gegründet und seit 2024 mit festen Räumen in Berlin-Mitte vertreten, zeigt die erste Europa-Einzelausstellung der japanisch-amerikanischen Künstlerin Adrienne Maki. Während eines zweimonatigen Aufenthalts in Berlin entwickelt sie eigens für die Ausstellung neue Malereien und skulpturale Arbeiten.
Mit dem Preis wollen die Initiatoren nach eigenen Angaben die Berliner Galerienszene im internationalen Wettbewerb stärken und die Vermittlungsarbeit der Galerien für zeitgenössische Kunst würdigen. Die Auszeichnung wird von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt.