Restitution

Paris regelt Rückgabe von Kulturgütern nach Afrika gesetzlich

Emmanuel Macron am französischen Nationalfeiertag am 14. Juli
Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Emmanuel Macron am französischen Nationalfeiertag am 14. Juli

Das französische Kabinett hat einen Gesetzesvorschlag für die Rückgabe von bestimmten Kulturgütern an zwei afrikanische Staaten verabschiedet

Wie die Regierung am Mittwoch in Paris mitteilte, sollen 26 Werke des sogenannten königlichen Schatzes von Abomey an Benin gehen. Diese Werke seien bisher im Pariser Museum Quai Branly - Jacques Chirac aufbewahrt worden und stammten ursprünglich aus dem Besitz des Generals Alfred Dodds (1842-1922).

Senegal erhalte einen Säbel des damaligen Feldherren El Hadj Omar Tall, hieß es weiter. Die Waffe kommt aus dem Bestand der Pariser Armeemuseums. Es hatte den Säbel vom General Louis Archinard (1850-1932) bekommen.

Die Rückgabe von Kunstobjekten ist in Frankreich und auch in Deutschland schon länger ein Thema. Der aus dem Senegal stammende Restitutionsexperte Felwine Sarr hatte 2018 zusammen mit der französischen Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy in einem Bericht für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron empfohlen, aus der Kolonialzeit stammende Kunstwerke an die Herkunftsländer in Afrika zurückzugeben.